CD-Review: Griffar – Monastery

griffar_monastery

[Death Metal/Black Metal] – Non Serviam Records (2011)
Frankreich
Zwiespältig!

Bevor man sich an die Rezension eines Werks heranwagt, ist Informationsbeschaffung über die betroffene Band angesagt. Ein geeignetes Hilfsmittel hierzu stellen die Metal-Archives dar. Da diese von den Usern aufdatiert werden, passiert es schon mal, dass Angaben zu Bands schlicht falsch bzw. nicht mehr aktuell sind. So auch bei Griffar: Pagan Metal mit keltischen Themen findet man hier als Genre vermerkt. Da mir die bislang veröffentlichten zwei Demos (wovon eines später als reguläres Album erschien) unbekannt sind, kann nicht beurteilt werden, ob dies früher tatsächlich zutraf. Fakt ist, dass die Franzosen heutzutage völlig anders klingen.

Ohne Intro ballert ‚Blessed in Lava‘ gleich todesmetallisch los. Im Verlaufe des Songs werden jedoch auch thrashige Riffs eingesetzt, während sich Hellskrim’s gekeifte Vocals wiederum deutlich am Black Metal orientieren. Mit beinahe neun Minuten Spielzeit eine echte Walze, welche aber dank den unterschiedlichen Stilelementen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen lässt. Und das Beste folgt sowieso zum Schluss: die Melodie der einsetzenden Akustikgitarre in Kombination mit dem extremen Gesang erinnert an Kampfar und ist schlicht genial.

Beim Titeltrack sowie bei ‚Relentless Infamy‘ handelt es sich um zwei amtliche Death/Thrash Brocken, ‚The demented God‘ wiederum ist der schwärzeste Song des Albums (wen wundert’s, bei dem Titel?). Soweit so gut. Das Problem an „Monastery“ ist, dass danach nicht mehr viel Neues geschieht. Waren die ersten vier Songs noch ziemlich abwechslungsreich, so wird man das Gefühl nicht los, dass sich danach alles irgendwie etwas gleich anhört. Ein bisschen Death hier, eine Prise Thrash da. Nicht dass diese Tracks qualitativ schlecht gespielt wären… es fehlt ihnen ganz einfach das gewisse Etwas.

Am Stärksten sind die drei Herren aus Frankreich, wenn sie (wie im letzten Song ‚Last World‘ noch einmal) die Akustikgitarre aus dem Schrank holen. Eben diese veredelt ansonsten bereits gute Songs und hebt sie auf das nächst höhere Level.

Soundtechnisch kann man höchstens die etwas dünnen Bass-Drums bemängeln, ansonsten ist die Produktion absolut gelungen. So bleibt letztlich ein ziemlich zwiespältiges Fazit: Ein Hammersong zum Auftakt, drei bis vier gelungene Nachfolger und der Rest leider eher durchschnittlich, wenn auch technisch jederzeit auf hohem Niveau.

Anspieltipp: ‚Blessed in Lava‘

Hörbeispiele zu Griffar finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/griffar
geschrieben am 23.1.2012 von wallace@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Griffar
Non Serviam Records

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