CD-Review: Numenor – Opus Draconis

numenor_opus oraconis

[Epic Black Metal] – Eigenproduktion (2011)
Serbien
In Tolkien they trust!

Metal-Bands, welche sich für die Namensfindung in Tolkien’s Fantasiewelt bedienen, sind keine Seltenheit. Amon Amarth, Gorgoroth, Minas Morgul, Caladmor… die Liste könnte schier endlos weitergeführt werden (wer sich näher damit befassen möchte, dem sei die Tolkien Music List empfohlen). Daneben existieren aber auch zahlreiche Bands, deren Name zwar keine Referenz auf J. R. R. Tolkien darstellt, die sich dafür beim Schreiben ihrer Songs umso mehr vom Altmeister inspirieren lassen (z. B. Blind Guardian, Summoning oder Battlelore).

Numenor aus Belgrad vereinigen gleich beide obgenannten Attribute. Seit Veröffentlichung ihrer ersten Demo 2005 (damals noch unter dem ebenfalls von Tolkien geprägten Namen Esgaroth) huldigen die Serben dem britischen Autor. Es folgten eine EP sowie eine Split-EP, bevor 2011 die vorliegende „Opus Draconis“ – EP released wurde. Ebenfalls noch 2011 er-blickte eine weitere EP das Licht der Öffentlichkeit und dieser Tage erscheint bereits ein neues Werk (wiederum eine EP), welches den Namen „Servants of Sorcery“ trägt.

Gezockt wird ein bunter Haufen verschiedenster Metal-Stile: Elemente aus Melodic Death, Black und Heavy Metal lassen sich ebenso entdecken wie symphonische Passagen und folkige Melodien. Nicht unpassenderweise wird dieser Mix von der Band selbst als Epic Black Metal bezeichnet.

‚Monarchy Divine‘ legt nach sphärischem Keyboard-Einstieg mit einem simplen aber effekti-ven Gitarrenriff los. Der Gesang bewegt sich grundsätzlich irgendwo zwischen Gekeife und Growls. Hier und da erklingt eine zweite (cleane) Stimme, welche einerseits eher unpassend wirkt und andererseits ziemlich schief erklingt. Der zweite Track ‚Once we were Kings‘ star-tet ziemlich chaotisch, ja fast schon disharmonisch und geht dann in ein thrashiges Death-Riff über. Nach gut zwei Minuten folgt ein totaler Break mit kompletter Richtungsänderung. Ab sofort wird episch-symphonischer Metal geboten. Aufgrund dieses Bruchs und dem erneut störenden Clean-Gesang kann dieser Track leider nicht überzeugen.

Die Grundmelodie von ‚Aeons of Magic‘ erinnert an (frühe) Turisas und kommt dementspre-chend folkig daher. Der Song weist einen an klassischer Musik orientierten Mittelpart auf und endet dann wiederum symphonisch. Konsequenterweise wird zum Schluss mit ‚The Legend of the Master-Ring‘ ein Song der Österreichischen Tolkien-Fetischisten Summoning gecovert. Der deutlich langsamste Track der EP ist ein genialer Song, der von Numenor ziemlich originalgetreu wiedergegeben wird.

Zwei starke Songs und eine gelungene Coverversion mit insgesamt guter Produktion reichen für eine abschliessende Bewertung nicht aus. Numenor weisen jedoch zweifelsohne Potenti-al auf, welches bei Gelegenheit gerne in Form eines full-length Albums beurteilt wird (aber bitte ohne den Clean-Gesang!).

Hörbeispiele zu Numenor finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/numenorband
geschrieben am 2.2.2012 von wallace@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): von —
Punkte (Gesamt): von —
Informationen: Numenor
Eigenproduktion

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