Konzertbericht: Ragnarök Festival 2011

010-Bran Barr
Bran Barr

Das 9. Ragnarök Festival steht vor der Tür (13.-14.April) und zur Einstimmung gibt es den Bericht und die Fotos von 2011. Unter anderem auch, weil unsere alte Homepage nicht mehr online ist. Weitere Festivalberichte von 2010 und 2011 werden im Laufe der nächsten Zeit auf unsere neue Webseite übertragen.

Bericht 2011:

Ort: Lichtenfels (D) – Stadthalle
Datum: 29.- 30.4.2011

Die Götter riefen zur Endschlacht und die Heerscharen der Krieger Europas folgten ihrem Ruf. Nicht zum ersten mal, nein, nun bereits zum achten Mal. Das „Ragnarök Festival“ … das Non plus ultra der Szene, das must für jeden Pagan-Metal-Fan,oder etwas pathetischer: die Legende live!

Back to the roots war das Motto 2011, und entsprechend fand das diesjährige Festival wieder in der angestammten Lichtenfelser Stadthalle statt. Und sage und schreibe 27 Bands (Sahg sagten kurzfristig ab) gaben sich auf zwei Bühnen die Ehre: von Bifröst bis Negura Bunget am ersten und von Blackshore bis Obscurity am zweiten Tag. Querbeet, aus aller Herr und Länder, waren die Spielleute des Pagan- Black- und Folk-Metal angetreten um ihren Teil zur Götterdämmerung beizutragen.

Unter den zahlreichen Recken befanden sich zum ersten mal auch die Streiter von folkmetal.at … oder um es präziser auszudrücken, der Meister und zwei seiner Lakaien. Und die hatten alle Hände voll zu tun: Leute treffen, Kontakte knüpfen, Biers trinken, Moshen, Head-Bangen, Photos schießen, die commercial-zone unsicher machen und was sonst noch zu einem zünftigen Festival dazu gehört. Endlich im siebenten Anlauf haben wir es geschaft dabei zu sein.

059-Rund ums Festival
Super Stimmung bei Manegarm….

Eine Aufgabe, so umfangreich wie ein Lebenswerk, dass sie für unsereins, als Sterbliche die wir nun ´mal sind, kaum zu bewerkstelligen war. Dies umso mehr, als gerade am Tag eins die Bands Schlag auf Schlag antraten, im Grunde ohne Pause, ohne Möglichkeit der Stärkung und (inneren) Sammlung dazwischen. Nachdem das Publikum auch viele „erfahrenere Kempen“ aufwies, die bei einem solch flotten Tempo vielleicht überfordert sind, wäre ein gemächlicheres Tempo wahrscheinlich die bessere Wahl gewesen … aber gerade deswegen war Österreichs Szene-Webzine-No- 1 in dreifacher Schönheit angetreten.

333-Thyrfing
….und Thyrfing

Eine richtige Entscheidung, denn zum Teil wurden dem Festivalbesucher reihenweise absolute Top-Acts um die Ohren gehauen, bei denen es schwer wurde, die brodelnde Stimmung einerseits und all die fototauglichen Szenen andererseits einzufangen. All´ die Schnappschüsse die wir hierbei gemacht haben, findet ihr übrigens seid ein paar Tagen in der Fotogalerie auf Folkmetal.at

Wenn wir wieder zur Musik zurückkommen, so ist es zunächst wahrlich schwer an dieser Stelle Bands dieses Wochenendes besonders hervorzuheben. Zuviel war geboten und sämtliche Bands, die auftraten, gaben ihr Bestes. Gleichwohl mag an dieser Stelle der Auftritt gerade von Bran Barr, Catamenia, Helrunar, Kampfar, sowie den Instrumentalmeistern von Negura Bunget aus Rumänien am Tag 1 und von Arafel, Agrypnie, Manegarm, Thyfing am Tag 2 hervorgehoben werden. Twilight of the gods sollte man schon alleine wegen der Bühnenpräsenz von Alan „Naihmass Nemtheanga“ Averill erwähnen. Zum Abschluss gab es noch eine Pyro Show mit den Viking Metallern von Obscurity und Todtgelichter, die vielleicht nicht ganz zum restlichen Line up passten, aber trotz geteilter Publikumsmeinung ihre Sache recht ordentlich erledigten.

149-Rund ums Festival Blackshore
Fanbereich mit Blackshore

Neben dem engagierten Auftritt (den sämtliche Formationen an den Tag /Nacht legten), kommt man nicht herum, den jeweils hervorragenden Sound bei eben diesen Acts herauszustreichen. Entsprechend war auch die Stimmung im Publikum durchweg ausgelassen. Das konnten auch nicht zwei Stromausfälle verhindern. Und irgendwie gehört es auch zu einen Festival, das nicht alles perfekt abläuft.

Sicherlich war bei den Opener an beiden Tagen die Halle nicht proppenvoll, aber auch hier hatten sich schon viele Enthusiasten stimmkräftig vor der Bühne versammelt. Und im Laufe des Nachmittags füllte sich die Halle zusehends, bis sie bei den Top-Acts dann reichlich gefüllt war. Ein Mehr an Besuchern hätte sicherlich noch Platz gehabt, aber so blieb den Fans noch ein wenig Luft zum Atmen und jeder hatte die Chance, wenn er nicht als Letzter die Halle betrat, ganz nahe an der Bühne sein zu können, hautnah am Geschehen.

144-Rund ums Festival
Beste Laune unter den Fans….

Noch engeren Kontakt zu sämtlichen Aktiven gab es dann während der Autogrammstunden. Neben Autogrammen auf alle erdenklichen Bekleidungsteile, Fahnen, CDs, Poster usw. war es auch die Gelegenheit unmittelbar ins Gespräch mit den Musikern zu kommen, Bilder von und mit ihnen zu knipsen oder das ein oder andere Bierchen gemeinsam zu leeren. Und ausnahmslos alle Protagonisten waren hierzu angetreten … entspannt und fröhlich, wie die gesamte Atmosphäre des Festivals.

196-Enslaved
….natürlich auch bei Enslaved

Das europaweite Auditorium – vornehmlich in schwarz, aber durchaus auch in rosa gewandet – genoss sichtlich die beiden relaxten Tage, bei insgesamt zivilen Preisen für Speis und Trank und zugleich guter Qualität. Lange Schlangen an den zahlreichen Versorgungsstationen waren die Ausnahme, so dass wahrlich niemand verhungern oder verdursten musste. Und auch die Security verlebte ruhige Tage, die Grünen Freunde und Helfer konnte man allenfalls in der Ferne entdecken.

Abgesehen von einem mittelprächtigen Wolkenbruch spielte selbst das Wetter mit, so dass auch der Außenbereich gut genutzt werden konnte, wollte man seine Taler nicht nebenan im großzügigen Kommerzbereich für allerlei Andenken verbraten.

349-Twilight of the gods
….und bei Twilight of the Gods

Insgesamt betrachtet darf man von einem perfekt organisierten Mega-Event der Szene sprechen, dass in dieser Form seines gleichen sucht und letztlich das Mekka des Folk/Viking/Pagan-Metals darstellt, mit all seinen Schattierungen. Ein Festival das man nicht nur einmal besucht haben sollte.

Wir kommen wieder!!!!

Ragnarök 9 steht:

Vom 13. – 14. April 2012 wieder in der Stadthalle Lichtenfels. Erste Bands sind schon bestätigt.

Folgende Bands spielten am Ragnarök 2011 (in alphabetischer Reihenfolge):

Adorned Brood
Alcest
Agrypnie
Arafel
Battlelore
Bifröst
BlackShore
Bran Barr
Ctulu
Dalriada
Eis
Enslaved
Graveworm
Helrunar
Ignis Fatuu
Kampfar
Negura Bunget
Obscurity
Odroerir
Orphaned Land
Path of Golconda
Thyrfing
Todtgelichter
Twilight of the Gods
Valkyrja

Bilder vom Ragnarök 2011 (c) Folkmetal.at

http://www.ragnaroek-festival.com

(c) Folkmetal.at – Karsten/Erich – 25. Mai 2011

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s