CD-Review: Secrets of the Moon – Seven Bells

Secrets of the Moon_Seven Bells

[Black Metal] – Lupus Lounge (2012)
Deutschland
Seven Bells, Seven Songs!

Da erscheint ein Album und kein Bandmitglied spricht darüber. „Let the music speak instead“ war auf der bandeigenen Facebook-Seite. Ihr Wunsch sei mir Befehl, Musik ab!

Der Albumtitel ist Programm und „Seven Bells“ Opener und Titeltrack zugleich. Der erste Song läutet – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht nur den Beginn des neuesten Werks von Secrets of the Moon ein, sondern dürfte auch der perfekte Show-Opener werden: vor dem inneren Auge läuft von der ersten Sekunde an eine Bühnenshow ab – man darf gespannt sein, inwieweit Kopfkino und Live-Show übereinstimmen werden.

‚Goathead‘ prescht nach kurzem Glockenläuten, welches fast schon als Überleitung bezeichnet werden kann, los und beinhaltet neben blackmetallisch-repetitiven Riffs und post-progressiven Passagen mit deutlich hörbarem (!) Bass auch schleppende Parts, denen die Zusammenarbeit mit Co-Produzent Tom G. Warrior (Triptykon, Celtic Frost, Hellhammer) sehr zuträglich war. Damit zeigen Secrets of the Moon wieder einmal deutlich: wir sind nicht schubladisierbar – und das ist gut so!

‚Serpent Messiah‘ beinhaltet nebst der schwarzen eingängig-repetitiven Seite wieder faszinierende post-progressive Elemente, die bisweilen an Solstafìr erinnern. ‚Blood into Wine‘ ist das einzige Stück auf dem Silberling, zu dem Secrets of the Moon entgegen ihrem ersten Statement, es gebe keine Interviews zur Platte, einen Kommentar auf ihrer Facebook-Seite abgegeben haben: ‚Blood Into Wine‘ is a synonym for the acceptance of all sinister. A wise man once said: “Satan represents indulgence, instead of abstinence!” Lock the doors, load the weapon. It is no external impact when the kissing of the flame is desired. – sG“. Nachzulesen im Buch des Limited Edition Packages.

‚Worship‘ beginnt äusserst hypnotisch und zieht den Hörer von der ersten Sekunde an in seinen Bann, ja fast schon in eine Art Trance. Nach dem fünften von sieben Songs stehen wir erst in der Hälfte der Spielzeit.

Zu ‚Nyx‘, dem m. E. mächtigsten Stück auf „Seven Bells“, gibt es ein Video, welches das Stück bildgewaltig untermalt. Als Inspiration diente Aleister Crowleys „Liber Cordis Cincti Serpente“, aus dem sG stellenweise direkt zitiert. Die letzte Minute besteht aus wunderschönem Orgelspiel. Der Übergang zu ‚The three beggars‘ reisst den geneigten Hörer brutal aus den Orgelsphären, Secrets of the Moon starten nochmals so richtig durch und legen einen fulminanten zwölfeinhalbminütigen Endspurt hin.

Nicht nur der Silberling neigt sich seinem Ende zu, nein auch ‚This world is coming to an end, the bells are tolling‘. So schliesst sich der Kreis und das Album ist zu Ende – oder doch an einem neuen Anfang? Denn wie forderten Secrets of the Moon: „listen – then read. read – then listen closer“ (Facebook). Dem komme ich nur zu gerne nach!

Hörbeispiele zu Secrets of the moon finden Sie unter folgendem Link: http://www.youtube.com/playlist?list=PL4378FD065FEDB0B3&feature=plpp
geschrieben am 1.5.2012 von anita@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Secrets of the moon
Secrets of the moon on Facebook
Lupus Lounge

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