CD-Review: Asaviga – Frei wie der Wind

asaviga_frei wie der wind

[Viking Metal/Pagan Metal] – Eigenproduktion (2012)
Schweiz
Helvetische Asenkrieger!

Es begab sich im Sommer des Jahres 2006 als zwei Recken aus der Ostschweiz den Entschluss fassten, eine Band zu gründen. Als Genre wurde Viking/Pagan Metal auserkoren und mit Asaviga bald schon ein passender Name gefunden. In der Zwischenzeit zum Quintett angewachsen, spielten Asaviga seither zahlreiche Gigs in der Schweiz u.a. mit Szenegrössen wie Eluveitie und Kromlek sowie wiederholt mit unseren Freunden von Caladmor. Letztere halfen dann schliesslich auch, Ende Juli das Debütalbum „Frei wie der Wind“ zu taufen.

Asaviga bewegen sich stilistisch irgendwo im Bereich von Death Metal mit gelegentlichen Black- und traditionellen Metaleinflüssen. Mit ‚Der lustige Troll‘ hat sich genregetreu auch ein Trinklied in die Trackliste des Werks geschlichen und dreimal darf geraten werden, was einen im Refrain erwartet… Genau! Humppa, what else?

Die jederzeit verständlichen Texte werden von Sänger Dani ausschliesslich in deutscher Sprache vorgetragen. Sie thematisieren (nicht überraschend) vorwiegend die nordische Mythologie, kommen dabei aber nicht ganz ohne Pathos aus. Tun die Lyrics gewisser schwedischer Donnergötter aber letztlich auch nicht… A propos Amon Amarth: das eine oder andere Riff erinnert durchaus an die Anfangszeiten besagter Band (z. B. der Auftakt zu ‚Spiel des Lebens‘ an ‚Victorious March‘). Daraus lässt sich unweigerlich schliessen, dass der Sound Asavigas überaus eingängig aus den Boxen schallt und sich insbesondere die Refrains der neun Songs rasch im Gehörgang festsetzen.

Soundtechnisch hört man „Frei wie der Wind“ einerseits an, dass es sich um eine Eigenproduktion handelt, andererseits verleiht aber gerade jener Umstand diesem Debüt auch einen gewissen rauen Charme. Einzig die beiden Gitarren wurden phasenweise etwas zu stark in den Hintergrund gemischt. Des weiteren wünscht man sich hier und da etwas mehr Abwechslung im Drumming, welches sich im Verlaufe des Werks doch öfters wiederholt.

Den Innovationspreis gewinnen Asaviga mit „Frei wie der Wind“ definitiv nicht. Etwas mehr Eigenständigkeit ist sicherlich für zukünftige Werke erstrebenswert. Darüber hinaus präsentieren uns die fünf Ostschweizer jedoch ein weitestgehend abwechslungsreiches Album, welches durchaus Lust auf mehr macht. Bessere Aufnahmemöglichkeiten, gepaart mit dem bereits vorhandenen Händchen für eingängige Melodien, könnten dafür sorgen, dass bereits mit dem Zweitwerk ein wesentlicher Schritt nach vorne gemacht werden kann.

Hörbeispiele zu Asaviga finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/asaviga
geschrieben am 6.8.2012 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Asaviga
Eigenproduktion

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