CD-Review: Munruthel – Epoch of Aquarius

munruthel _epoch of aquarius

[Pagan Metal] – Svarga Music (2006/2012)
Ukraine
Im Zeitalter der Wassermannes!

Munruthel machte es mir mit seinem bereits 2006 erschienen Album „Epoch of Aquarius“ alles andere als einfach eine Bewertung zu verfassen. Dieses nun unter Svarga 2012 erneut herausgekommene Machwerk besitzt so unendlich viele Facetten, die zum Teil leider etwas zu überladen wirken. Aber zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf, sondern beginnen wir am Anfang meiner Zuhör-Odysee bezüglich dieses Albums.

Wenn man nun also die CD einlegt, schallt einem auch gleich das durchaus vielversprechende Intro entgegen, auch wenn ich den Zusammenhang zwischen dem Wassermann, dem Geräusch von aufeinander treffenden Klingen und eindeutigem Schlachtenlärm nur schwer finden kann. Meiner bescheidenen Meinung nach dauert dieses Intro allerdings mit seinen dreieinhalb Minuten schlichtweg zu lang und die Spannung, welche am Anfang durchaus aufgebaut wird, verliert sich mit jeder weiter laufenden Sekunde mehr und mehr.

Es folgen Songs mit klangvollen Namen wie ‚The Raven Croak‘ oder ‚I Was Confided By Dawns‘. Alle 8 Musikstücke tragen leider englische Titel und nicht, wie erhofft, ukrainische. Dies ist für mich ein besonderer Kritikpunkt, da die Lieder selbst allesamt in der Muttersprache gesungen werden. Leider ist Munruthel nicht der Einzige, der auf so etwas oft genug zurückgreift.

Ein ebenso großer Negativpunkt ist für mich das immer wiederkehrende und nahezu aufdringlich synthetisch klingende “Keyboardgeklimper“. Generell kann es durchaus stimmungsvoll sein, sich dieses Instrumentes zu bedienen – sofern die Mischung stimmt. Hier hat man es allerdings meiner Meinung nach damit etwas zu gut gemeint und für das nächste Mal würde ich mir etwas weniger davon wünschen.

Natürlich gibt es auch hier wie immer gute Punkte, diesem Künstler eine reale Chance im CD-Regal einzuräumen: bei nur wenigen anderen Scheiben findet man so viel Kreativität und Abwechslungsreichtum wie bei „Epoch of Aquarius“. Nahezu kein Track ähnelt dem anderen und man kann das gesamte Machwerk getrost als eine Art Haus betrachten, bei welchem sich nach Belieben immer wieder neue Türen öffnen und schließen. Munruthel nimmt uns hier mit auf eine Besichtigung der besonderen Art hinsichtlich seines Könnens. Eine Sache, die ich hier unbedingt anmerken möchte ist, dass die Coverversionen von Burzums ‚Tomhet‘ und Dead Can Dances ‚Black Sun‘ außerordentlich gut gelungen sind und mir persönlich beinahe schon besser gefallen als die Originale.

Zudem darf er noch eine äußerst angenehme Stimme sein Eigen nennen, welche offensichtlich über eine hohe Flexibilität verfügt und dementsprechend absolut unterschiedlich einsetzbar ist. Über den Künstler selbst lässt sich also nur Gutes sagen, auch wenn das Album mich nicht so recht zu überzeugen vermag. Nichtsdestotrotz sollte man sich dieses – in seiner eigenen Heimat – Urgestein des Pagans unbedingt vormerken und nicht aus den Augen lassen.

Hörbeispiele zu Munruthel finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/slavamunruthel
geschrieben am 29.8.2012 von triel@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt): 9 von 15
Informationen: Munruthel
Svarga Music

Eine Antwort zu “CD-Review: Munruthel – Epoch of Aquarius

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