CD-Review: Obscurity – Obscurity

obscurity_obscurity

[Viking Metal] – Trollzorn (2012)
Deutschland
15 Jahre Bergische Löwen!

Andere Bands nehmen Jubiläen zum Anlass ein „Best of“-Album zu veröffentlichen oder älteres Material zu re-releasen. Nicht so Obscurity! Denn auch wenn der Titel evtl. etwas anderes erahnen lässt, enthält „Obscurity“ elf brandneue Tracks.

Am Bandkonzept wurde wenig verändert: das Quintett spielt nach wie vor eine gelungene Mischung aus Death-, Black- und Viking Metal. Einzig der Rausschmeisser ‚So endet meine Zeit‘ (was hoffentlich keine Anspielung auf die Zukunft der Band darstellt) ist durch den Einsatz von symphonischen Samples ungewohnt episch ausgefallen. Geblieben sind erfreulicherweise auch Agalaz’ abwechslungsreiche Vocals, welche munter zwischen Growls, Gekeife und Shouts hin und her variieren.

Textlich hat man sich etwas von regionalen Schlachten und Legenden losgelöst und stattdessen nordisch-mythologischer Thematik im Allgemeinen (‚Joermundgandr‘, ‚Fimbulwinter‘) zugewandt. Eine neue Bandhymne hat man sich so ganz nebenbei auch noch gezimmert. Und wie könnte diese anders heissen als ‚Obscurity‘?

Eigentlich machen Obscurity auf ihrem sechsten Album alles richtig: „Obscurity“ enthält abwechslungsreiche Songs, knackige Riffs und ist mit einem hohen Bang-Faktor ausgestattet. Allerdings fehlt dem Werk ein Übersong der Marke ‚Bergischer Hammer‘. Des Weiteren vermag nach fulminantem Auftakt mit ‚In nomine Patris‘, oben erwähntem ‚Obscurity‘, ‚Strandhogg‘ (hier ist insbesondere das gleichermassen simple wie geniale Gitarrenriff im Refrain zu erwähnen) sowie ‚Blutmondzeit‘, die zweite Hälfte der Tracks den Spannungsbogen nicht mehr durchgängig aufrecht zu erhalten. Deshalb kommt das selbstbetitelte Werk letztlich nicht ganz an den gewaltigen Vorgänger „Tenkterra“ heran.

Die Bergischen Löwen erhalten trotz wiederholt starker Alben meines Erachtens nicht die Aufmerksamkeit, welche ihnen eigentlich gebührt. Hoffentlich ändert sich dies nun (endlich) mit „Obscurity“. Übrigens: Obscurity kann man just ab Erscheinungsdatum (19. Oktober) gemeinsam mit Kampfar und Helrunar auf der Devilish Triumph Tour live on Stage erleben. Wer sich dieses Hammer-Package entgehen lässt, ist selber schuld…

Hörbeispiele zu Obscurity finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/obscuritybergischland
geschrieben am 13.9.2012 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Obscurity
Trollzorn

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