CD-Review: Cirith Gorgor – Firestorm Apocalypse (Rerelease from 2004)

cirith gorgor_firestorm apocalypse

[Black Metal] – Ketzer Records (2012)
Niederlande
Newsflash: Apokalypse durch Feuersturm hervorgerufen!

Die Bandgeschichte der seit 1993 bestehenden Combo Cirith Gorgor liest sich wie das ständige Ein-und Ausladen neuer und alter Bandmitglieder in gewissen Zeitabständen. Mal kommt der Eine dazu, mal wird der Andere ausgewechselt, weil er aus irgendwelchen Gründen wieder nicht zum Gesamten passt – zugegeben, beim Lesen der Biographie stellte ich mir ernsthaft die Frage: Kann das Endergebnis bei so viel Bäumchen-wechsel-dich überhaupt noch gut sein?

„Firestorm Apocalypse – Tomorrow shall know the Blackest Dawn“, wie die bereits 2004 erschienene Scheibe mit vollem Namen sich schimpft, galt damals als absoluter Geheimtipp, da der alte, schrammelige Sound des Black Metals erhalten wurde, obwohl man durchaus neue musikalische Elemente mit einbrachte. Mit ‚At the Gates of Hell‘ gelang den Niederländern ein fulminanter Auftakt, der einen auch sogleich in eine Welt der totalen Finsternis und Zerstörung wirft. Man erkennt schnell – hier gibt es kein Entkommen und spätestens ab ‚Arcane Illussion‘ muss man sich auch mit zwischenmenschlichen Fragen auseinandersetzen.

Rein musikalisch gesehen, gibt es wenig zu bemängeln. Der Sound schwankt zwischen dem üblichen Geknüppel, gleichzeitig aber auch eindeutig heraushörbaren Melodien, die es ab und zu sogar schaffen zu dominieren. Schön hierbei ist weiterhin, dass es allgemein nach feinem altem Black Metal klingt, aber weiterhin durch besagten Mix dennoch Neues vorhanden ist. Den einzigen Kritikpunkt kann man wohl in der Länge der Tracks finden, da, sobald die Songs „eingefahren“ sind, leider auch keine weitere Entwicklung vorhanden ist. Dadurch kann unter Umständen etwas Langeweile aufkommen – was an sich schade ist bei einem ansonsten wirklich gelungenen Album.

Wirklich unheimlich schön ist das Artwork auf dem Cover, zumal eine Verbindung zum Titel nicht unbedingt gleich auffällt. Ich wünsche an dieser Stelle viel Spaß beim Erkunden des Hintergrundes für alle die, die sich mit so etwas beschäftigen.

Eine weitere Besonderheit zum gleichnamigen Vorgänger ist, dass dieses Mal ganze zwei Disks vorhanden sind, anstelle wie zuvor nur einer. Man darf sich also beim Kauf dieser Scheibe auf teilweise auch andere Songs freuen.

Mein Fazit an dieser Stelle ist recht simpel: Gut gemacht! Immer noch hörbar und das dauernde Wechseln der Mitglieder hat offensichtlich der kreativen Arbeit und dem Willen, noch weiter zu machen, keinen Abbruch getan. Ich hoffe an dieser Stelle, dass man die Jungs auch mal in Deutschland zu Gesicht bekommen kann. Auf jeden Fall ist diese Platte ihre Moneten wert. Ich sag’s nicht gerne, aber wer Experimente mag, dem sollte dieses Scheibchen in der Sammlung nicht fehlen.

Hörbeispiele zu Cirith Gorgor finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/cirithgorgor
geschrieben am 8.10.2012 von triel@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Cirith Gorgor
Ketzer Records

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