CD-Review: Skalmöld – Börn Loka

skalmoeld_boern loka

[Viking Metal] – Napalm Records (2012)
Island
Album des Jahres?!

Skálmöld spielten bereits mit ihrem Debüt „Baldur“ einen Grossteil ihrer Konkurrenz an die Wand und erhielten von Kollege Karsten verdientermassen 14 Punkte verliehen. Knapp zwei Jahre später – „Baldur“ wurde ursprünglich im Dezember 2010 in Island und erst im Juli 2011 in unseren Breitengraden veröffentlicht – steht nun der Nachfolger „Börn Loka“ (zu Deutsch: Lokis Kinder) kurz vor dem Release (Veröffentlichung: 26.10.2012).

Wer behauptet, das Genre Viking Metal sei limitiert, den belehren Skálmöld definitiv eines Besseren! Langeweile? Fehlanzeige! Mal erinnert das Sextett an Amon Amarth, dann packen die Gitarrenvirtuosen ein folkiges Riff oder Chorgesang der Marke Tyr aus, bleiben dabei aber jederzeit eigenständig. Nicht unerwähnt bleiben, dürfen an dieser Stelle die fast schon rockigen Gitarren in ‚Loki‘ und die starken Schwarzmetalleinflüsse in ‚Hel‘. Und spätestens beim Hammerriff in ‚Fenrisúlfur‘ und wenn in ‚Miðgarðsormur‘ plötzlich die Thrashkeule geschwungen wird, hält es den Rezensenten nicht mehr auf seinem Stuhl! „Börn Loka“ ist somit für die Bangerfraktion gleichermassen geeignet wie für Liebhaber folkiger Melodien, wobei auf den Track ‚Narfi‘, welcher als Appetizer schon vor einiger Zeit im Internet veröffentlicht wurde, definitiv letzteres zutrifft.

Wie die Songtitel bereits andeuten, sind die Lyrics ausnahmslos in isländischer Sprache gehalten und handeln von Hilmar, welcher sich auf eine gefährliche Reise begibt, um Ehre als Wikinger zu erlangen. Die Vocals bewegen sich dabei zwischen Björgvin Sigurðssons Growls, mehrstimmigem (cleanem) Männergesang und einem klassischen Chor. Gelegentlich wird Sigurðsson ausserdem von Edda Tegeder, welche ansonsten für den Gesang der isländischen Death Metal Kapelle Angist zuständig ist, bei den Growls/Screams unterstützt.

Die Isländer schaffen es scheinbar mühelos, grandiose Songs zu schreiben. Wenn man überhaupt etwas an diesem genialen Werk kritisieren kann, müsste am ehesten die seltsame (gewollte?) Keyboard-Disharmonie in ‚Gleipnir‘ sowie das eher unnötige Interludium ‚Himinhrjóður‘ genannt werden. Gemecker auf allerhöchstem Niveau sozusagen. Und so kommt es, dass meine exakt 60. Rezension mit einer Premiere endet… nämlich mit der Höchstpunktzahl!

Hörbeispiele zu Skalmöld finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/skalmold
geschrieben am 17.10.2012 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15
Informationen: Skalmöld
Napalm Records

2 Antworten zu “CD-Review: Skalmöld – Börn Loka

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