CD-Review: Knaat – Die Lichtung

knaat_die lichtung

[Pagan Metal]- Eigenproduktion(2012)
Deutschland
Knaatige Zeiten im Weißwurstimperium!

Zugegeben meine Erwartungshaltung gegenüber Knaat war relativ hoch angesetzt. Entweder bekam ich da etwas präsentiert, was mindestens so gut war wie Equilibrium oder aber das Review würde eine wirklich harte Nuss werden – so dachte ich. Glücklicherweise begann mein Fuß bereits schon nach den ersten Klängen unkontrolliert (aber im Takt) mitzuwippen. Ein paar Lieder weiter und ich war sozusagen knaatisiert.

Was ist das Schöne an dem Album „Die Lichtung“?

Für mich ganz klar, dass man den Text versteht, auch ohne Google Lyricsuche und ohne nerviges drölfzigtausendmal anhören, weil man ein oder zwei Zeilen, die aber vielleicht irgendwie wichtig sein könnten, einfach nur mit Fragezeichen „übersetzen“ konnte und das, obwohl angeblich in der eigenen Muttersprache gesungen wurde. Neben diesem absoluten Vorteil (denn das garantiert zusätzlich noch, dass die geneigten Zuhörer bei Konzerten eher mitgrölen, als wenn sie den Text nur mit Fragezeichen verstehen würden) wird musikalisch von den Jungspunden aus München auch etwas geboten. Sehr positiv hervorzuheben ist, dass bei diesem Erstlingswerk nichts – und ich betone an dieser Stelle gerne noch einmal REIN GAR NICHTS – fehl am Platz, überladen, zu synthetisch, nervig, stimmungstötend oder schlicht einfach nur „doof“ wirkt. Alles hat seine Ordnung im Chaos und letztlich scheint es so, als hätte jeder der Band seine kleine Nische gefunden, ohne die anderen zu verdrängen.

Insgesamt befinden sich auf dem Scheibchen zehn knaatige Songs, die sich hinter dem, was in der derzeitigen Paganszene unterwegs ist, auf gar keinen Fall verstecken oder tarnen müssen. Für meine Begriffe kann das Sechserpack schon jetzt ganz gut mithalten und ich bin mir enorm sicher, dass man hier noch viel erwarten kann und darf.

Für mich ist „Die Lichtung“ bisher mein persönliches „Album des Jahres“ und bekommt die Ehre, in meinem Auto mitfahren zu dürfen und mich während anstrengender Fahrten musikalisch zu ermuntern und nicht einzuschlafen.

Generell kann man den Jungs zu diesem absolut gelungenen Erstlingswerk nur gratulieren. In diesem Sinne, Jungs: Weiter so! Mehr, mehr! Und: „Lasset den Met fließen wie kühlstes Wasser aus einem eisklaren Gebirgsquell“

Hörbeispiele zu Knaat finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/knaat
geschrieben am 18.10.2012 von triel@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15
Informationen: Knaat
Eigenproduktion

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2 Antworten zu “CD-Review: Knaat – Die Lichtung

  1. Aufgrund des ansprechenden Covers und der guten Bewertung habe ich mir mal die Hörproben auf MySpace zugeführt.

    Eine Mischung aus Abinchova (Spielmann) und … hm, vielleicht … Thorondir (Unter heiligen Hufen). Ich mir nicht sicher. Egal, die drei Lieder sind wirklich gut! Ich kann eurer Bewertung nur zustimmen.

    Gefällt mir

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