Konzertbericht: Devilish Triumph Tour 2012 in Wien

Devilish Triumph Tour mit Kampfar, Helrunar, Obscurity, u.v.m.
Ort: Wien, Viper Room
Datum: 31. Oktober 2012

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Vergangenen Mittwoch, passenderweise die Nacht von Samhain, versprach heuer ein würdiger Abend zu werden – die Devilish Tour gastierte im Viper Room zu Wien.

Pünktlich marschierte ich mit den ersten Besuchern, wie es schien, die Stiege zur Unterwelt hinab, fürs erste bis zur Kasse, denn der Einlass sollte sich um eine „Viertelstunde“ (wers glaubt) verspäten. Der Grund wurde bald klar: kurz darauf marschierten die Jungs von NIGHTFOREST mit Sack und Pack an uns vorbei, die Anreise aus der grünen Steiermark war anscheinend etwas länger als geplant. Nach dieser kleinen Verzögerung gings dann noch ein paar Stiegen nach unten, wo das Ambiente des Viper Room seine volle Wirkung auskosten konnte. Das langgezogene Gewölbe mit der Bühne am Ende brachte schon beim Betreten die richtige düstere Stimmung für den Gig.

NIGHTFOREST läuteten den Abend mit harten Riffs und einem stimmgewaltigen Frontmann anständig ein. Natürlich wurde auch das eine oder andere Klischee bedient: Räucherstäbchen und ein mit dem Kopf nach unten an den Mikroständer gekreuzigter Jesus sind Geschmackssache.

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Nightforest

Der anscheinend hauseigene Fanclub war von Anfang an voll dabei, die noch eher spärliche übrige Menge fand aber offensichtlich auch Gefallen an den Steirern. Zum Ende ihrer Show „durften“ NIGHTFOREST mit „Moonlight“ eine anständige Zugabe schmettern.

Als nächstes betraten VELNIAS aus den USA die Stage. Von stimmungsvoll bis knallhart haben die vier Herrschaften einiges an Sound über den großen Teich mitgebracht. Die Performance ist technisch einwandfrei und die Tracks liefern einiges an Facetten. VELNIAS verstehen es, melodische Instrumentalparts mit stählernem Metal zusammenzuschweißen und bringen dabei ein stimmiges Gesamtpaket. Nachdem sie schweigend die Bühne verlassen haben, durfte sich der nun schon gut gefüllte Viper Room auf den nächsten Act freuen: OBSCURITY.

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Velnias

Mit ihrem taufrischen Album „Obscurity“ im Gepäck pusten die Mannen aus dem Bergischen Land den Metalheads mit einer soliden Kombi aus Viking-, Black- und Death Metal ordentlich die Birnen weg. Die Nummern sind wie gewohnt knochenhart, musikalisch top und Stimmungskanonen vom Feinsten. Als Frontsau Agalaz gegen Ende von der Bühne steigt und den einen oder anderen ans Löwenherz holt, ist das Fanglück groß. Mit viel Humor und ihren stählernen Hymnen lassen die Granaten OBSCURITY in ihrer Performance keine Wünsche offen und beschließen ihre Show mit „Bergischer Hammer“ als Draufgabe.

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Obscurity

Als die Herren von HELRUNAR die ersten Töne erklingen lassen, drehen sie die Stimmung. Eine düstere und epische Atmosphäre fesselt die zahlreichen und begeisterten Besucher. Die Münsterer legen einen monumentalen Auftritt mit vielschichtigen Stilelementen, einigem an Fingerfertigkeit und einer guten Mischung quer durch die Bandgeschichte aufs Parkett. HELRUNAR hat an diesem Abend zu Recht eine große Fangemeinde in den Viper Room gelockt, der definitiv einiges geboten wurde.

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Helrunar

Der heißersehnte Hauptact des Abends waren KAMPFAR aus dem hohen Norden. Die Jungs spielten mit unglaublicher Leidenschaft und Perfektion, Sänger Dolk war kaum zu bremsen und heizte die Menge mit vollem Körpereinsatz bis zum Siedepunkt an. Die eisernen Norweger peitschten schwarzen Pagan-Metal mit viel Energie und abwechslungsreicher Songauswahl und beendeten den Abend unter tobendem Beifall der begeisterten Menge.

Alles in allem ein absolut episches und gelungenes Samhain – Metal-Herz was willst du mehr?!?


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Elsa
elsa@folkmetal.at

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