Konzertbericht: Heidenfest 2012 in Wien u.a. mit Wintersun, Korpiklaani, Varg, u.v.m.

Heidenfest 2012
Wintersun, Korpiklaani, Varg, Trollfest, Krampus
Ort: Wien, Gasometer
Datum: 25. Oktober 2012

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Wintersun

Nach einem sehr erfolgreichen PAGANFEST 2012 stand an diesem Donnerstag, dem 25.Oktober, auch endlich das HEIDENFEST an und öffnete uns seine Pforten.

Dieses Mal war es durch Bands wie WINTERSUN, KRAMPUS, KORPIKLAANI und VARG vertreten, eine kleine Auflockerung des LineUps war also nicht ausgeblieben – war es die letzten Jahre doch eher immer ähnlich gehalten worden.

Eröffnen durften diesen Abend KRAMPUS, welche einen durchaus gelungenen Auftritt absolvierten, allerdings fehlte es zu diesem Zeitpunkt doch noch deutlich an Motivation im Wiener Publikum – ein Problem, welches sich leider öfters zeigt. Aber die Jungs ließen sich davon nicht absolut nicht unterkriegen und so konnte man sich trotz trägem Publikum eines wirklich gelungen Auftritts erfreuen.

Gleich nach KRAMPUS hatten TROLLFEST die Ehre, für mich eine komplett neue Erfahrung, denn gehört hatte ich zwar schon einiges von dieser Band, allerdings hatte ich sie noch nie live gesehen. Auch sie wussten, wie man im Gasometer ordentlich Stimmung erzeugt und nun war auch schon deutlich mehr los als zuvor noch bei KRAMPUS – langsam headbangte sich das Publikum warm!

Nach TROLLFEST kamen die heutigen Hauptacts – und diese wurden eingeleitet von VARG. Ein paar Jahre zuvor kannte diese Band noch kein Mensch, ab und zu sah man sie einmal auf einem Pagan- oder Heidenfest. Allerdings könnte man durchaus sagen, dass sie mit ihrem letzten Album „Guten Tag“ den endgültigen Durchbruch geschafft haben, denn dieses Album erreicht nicht nur die alteingesessenen Pagan-Fans sondern auch Menschen, die vorher noch nie mit dieser Musikrichtung zu tun gehabt haben. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich bei diesem Auftritt die Halle deutlich füllte und die Stimmung im Publikum grandios war, auch muss ich erwähnen, dass die Jungs im Vergleich zu den Shows in den letzten Jahren deutlich selbstsicherer wirkten. Etwas, was den ganzen Auftritt dann gleich besonders schön abrundete.

Nach VARG stürmten KORPIKLAANI die Bühne – Sänger Jonne Järvelä wie gewohnt nicht mehr ganz nüchtern aber in bester Laune – und legten sofort richtig los. Und auch dieser Auftritt überraschte mich, denn die letzten paar Male, als ich sie live bewundern durfte, hatten sie mich nicht ganz überzeugt. An diesem Abend aber war es für mich fast wieder so, als würde ich im alten Planet Musik stehen (wo ich sie zum ersten Mal gesehen habe) und der alten Qualität lauschen. Auch wenn man sich zwischendurch etwas Sorgen machen musste, dass Jonne nicht von der Bühne fiel, musikalisch war alles top und die Band brachte eine Freude mit, die sofort auf das Publikum übersprang.

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Korpiklaani

Nach dem Konzert konnte man wie gewohnt mit einigen Band-Mitgliedern bei der Bar quatschen und das eine oder andere Foto schießen – etwas, was KORPIKLAANI unglaublich sympathisch macht.

Der letzte Auftritt des Abends war an der Zeit – und diese Ehre hatten WINTERSUN. Endlich schafften sie es wieder einmal nach Wien und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Spannung in der Halle einem die Nackenhaare aufstellte. Der Auftritt der sympathischen Finnen war grandios, sollte irgendjemand Zweifel gehabt haben, ob sie gut sein würden – nach den ersten paar Takten waren diese komplett aus der Welt geschafft. Dass die Finnen guten Metal machen, wussten wir ja alle schon, aber WINTERSUN erstiegen an diesem Abend eine neue Stufe und man war schon enttäuscht, als es dann gegen Mitternacht dem Ende zuging. Bitte beehrt uns in Wien bald wieder, denn WINTERSUN sind ein eindeutiger Pflichttermin bei den kommenden Konzerten!

Alles in allem könnte ich durchaus behaupten, dass dies das beste Heidenfest war, dem ich bisher beigewohnt habe, was nicht nur an den sehr guten Leistungen und der Freude am Auftritt der Bands lag, nein, auch eine kleinere Umgestaltung des LineUps war schon dringend notwendig und mit WINTERSUN & Co ist es wirklich sehr gut gelungen.

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Tamara
tamara@folkmetal.at

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