CD-Review: Eden weint im Grab – Nachtidyll – ein akustisches Zwischenspiel

eden weint im grab_nachtidyll

[Dark Ambient/Neo Folk] – Winter Solitude Productions (2012)
Deutschland
Ein akustisches Zwischenspiel mit Gespenstern!

Gut ein Jahr nach „Geysterstunde I“ gibt es Neues aus der Schmiede der Berliner Band „Eden weint im Grab“. Dieses Mal erwartet uns ein rein akustisches Album mit dem klangvollen Namen „Nachtidyll – ein akustisches Zwischenspiel“. In der Tat war ich über den Titel etwas verwundert, hätte ich doch eher eine Weiterführung von „Geysterstunde I“ erwartet.

Nun ist es aber nicht so, als hätte man sich von diesem Grundthema verabschiedet – oh nein! Schon mit dem ersten Track ‚Gespenster – Revue im Theater Obszön‘ wird man in eine schaurig-schöne romantische Geisterwelt eingeführt, in der einem immer mal wieder mythische Geschöpfe über den Weg laufen. Neben altbekannten Werken wie zum Beispiel ‚Undine‘ finden sich auch zwei brandneue Tracks auf dem Silberling wieder – namentlich ‚Kali Yuga‘ und ‚Nächtliche Melancholie‘. Beide Songs laden zum Nachdenken ein, ohne wirklich kompliziert zu werden, da die Kernaussagen doch recht klar verständlich sind.

Um diesem akustischen Machwerk noch mehr Stimmung zu verleihen, wurden zwei Gastmusiker eingeladen, um mit Geige und Cello hier tatkräftig unterstützend zu wirken. Es handelt sich um keine Geringeren als Aline Deinert (Haggard, Neun Welten, Empyrium, Die Kammer) und Markus Freitag (Before I Forget). Passgenau werden die dadurch gelieferten Möglichkeiten verwendet, um immer wieder nette Akzente einzuspielen, die die gesamte Stimmung des Albums so noch zusätzlich verstärken.

Nicht zu vergessen sei auch noch der Bonustrack ‚Kindgott‘. Jeder, dem der Song irgendwie bekannt vorkommt, hat damit auch vollkommen recht. Es handelt sich hier um eine Coverversion von ‚Das Ich‘ und ist der einzige Track auf diesem Scheibchen, der mit verstärkten Instrumenten gespielt wird.

Ich persönlich finde die Scheibe für die Jahreszeit absolut passend geliefert. Die Stimmung ist durchwachsen und genau wie das Wetter immer wieder für Überraschungen gut. Manches klingt einfach unwahrscheinlich entspannt und ruhig, während anderes eher dazu neigt, einem einen gehörigen Schauer über den Rücken zu jagen oder aber die grauen Zellen ein wenig zu fordern. Generell schwebt allerdings gleich einem Damoklesschwert immer eine gewisse Melancholie über jedem einzelnen Lied, der man sich schlichtweg nicht entziehen kann. Ein schönes Werk zum Anhören für zwischendurch.

Hörbeispiele zu Molllust finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/edenweintimgrab
geschrieben am 26.11.2012 von triel@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 9 von 15
Informationen: Eden weint im Grab
Winter Solitude Productions

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s