CD-Review: Munruthel – Creedamage

munruthel_creedamage

[Pagan Metal] – Svarga Music (2012)
Ukraine
Mein Munruthel Experiment Teil 2!

Vor ein paar Monaten kam ich das erste Mal in den Genuss dieses Künstlers. Sein Album „Epoch of Aquarius“ hatte in meinen Augen seine Stärken, aber auch definitiv seine Schwächen. Sonnenklar also, dass ich mich an „Creedamage“ heranwagen musste.

Seit 2006 arbeitet der gute Mann an diesem Machwerk – ergo in einem Wort also seit SECHS Jahren. Es passiert relativ selten, dass für eine Scheibe ein solch langer Zeitaufwand betrieben wird, aber wenn das der Zeitraum ist, der hier gebraucht wird um etwas derart solides auf den hiesigen Markt zu schmeißen – bitte! Das Ergebnis kann sich ja mal so was von dermaßen hören lassen. Ich bin restlos hin und weg! So ziemlich alle meine Kritikpunkte aus dem vorherigen Review zu der Epoche des Wassermanns sind weg. Einfach so. Und siehe da: Auf einmal ist das Entstandene einfach nur noch toll.

Wer also noch nicht weiß, was er seiner/m Holden/Holdsten zu Weihnachten vermachen soll, wird mit diesem Kauf sicherlich nicht daneben liegen. Gut, für romantische Stunden zu Zweit eignet sich CREEDamage vielleicht nur rudimentär – aber ich denke das war ohnehin nicht das, was sich Mr. Redkin beim Aufnehmen der Scheibe überlegt hatte.

Ich möchte an dieser Stelle also zuerst einmal anfangen mir die Kritikpunkte des letzten Silberlings zu Gemüte zu führen. Ein großer Punkt hier war für mich, dass die Titel alle in Englisch waren, wären die Texte weiterhin in Muttersprache gehalten waren. Gut, das hat sich hier bei CREEDamage nicht geändert, hat allerdings mittlerweile für mich auch weniger Stellenwert als zuvor. Außerdem hat man so wenigstens ein bisschen die Möglichkeit etwas abzuleiten um was es in den Songs gehen soll – ja, auch die Schreiberin ist in der Lage ihre Meinung zu ändern.

Der größte Negativpunkt jedoch war für mich damals das eindeutig viel zu nervige Keyboardgeklimper. Auch bei diesem neuen Scheibchen wurde sich dieses Instrumentes oft und gerne bedient, jedoch in nicht übermäßiger Menge und wenn man doch einmal ganz deutlich heraushören kann, dass es sich bei dem gespielten gerade um Keyboard handelt, fällt es nicht mehr negativ auf, da der Nervfaktor gleich Null ist.

Fakt ist also: Es nervt dieses Mal rein gar nichts – nada, niente! Auch das Intro hält sich dieses Mal in einem wirklich spannungsaufbauenden Zeitlimit auf, wodurch seine Wirkung einfach eine ganz andere ist als bei der Epoche.

Man bekommt bei diesem Album recht schnell den Eindruck das hier jemand sehr viel Mühe und Herzblut hinein investiert hat und nichts von dem Geschaffenen irgendwie wirken soll, als wäre es nur dahingeschludert. Ich liebe die Scheibe auch aufgrund der großen Vielfältigkeit, der musikalisch demonstrierten Kraft und auch wegen der schönen kleinen Intermezzos mit Gastmusikern wie Masha von Arkona und Wulfstan von Forefather.

Die verschiedenen Elemente des Pagan, sowie auch des Folk und des klassischen Metal’s kommen hier hervorragend zum Vorschein und durch die bereits schon einmal von mir so gelobte Stimme Munruthel’s selbst findet sich hier ein episches Meisterwerk auf Kunststoff gebannt wieder.

Natürlich gibt es wieder ein Bathory Cover. ‚The Lake‘ sollte es sein und auch hier kann man alles andere als meckern. Dummerweise lassen sich Cover und Original nur sehr schlecht miteinander vergleichen, da beide Stücke einfach genau für sich einen gewissen Epic-Faktor haben. Allein der Refrain von beiden Versionen… uuuuhh… Gänsehaut…

Ich könnte mich dieses Mal nicht entscheiden, welcher der knackigen 11 Songs nun mein Lieblingsstück ist. Dadurch, dass jedes Lied an sich ein absolutes Unikat ist, gibt es überall Dinge zu entdecken die man nur mögen kann. Lasst euch mit auf eine spannende Reise nehmen! Werde selbst der Held der hier erzählten Geschichten! Huuuuaaaaa!

Hörbeispiele zu Munruthel finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/slavamunruthel
geschrieben am 5.12.2012 von triel@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15
Informationen: Munruthel
Svarga Music

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