CD-Review: Waldwind – Lohe

waldwind_lohe

[Folk Metal] – Eigenproduktion (2011)
Deutschland
Mutig in ein neues progressives Zeitalter!

Zwar liegt die Veröffentlichung dieses Albums schon ein Jahr zurück, trotzdem wollen wir es nicht verabsäumen, uns mit dem Debüt der bayrischen Combo Waldwind auseinanderzusetzen.

2008 gegründet, wurde bereits ein Jahr später das Demo „Blättertanz“ herausgebracht, ehe zwei weitere darauf das erste full-length Album „Lohe“ auf den Markt kam. Das die sechsköpfige Band nicht nur auf der Bühne selbstbewusst auftritt (siehe Live Bericht von der Rauhnacht im März 2012) – sondern auch auf Tonträger viel Mut zeigt, sollte einmal ein Anreiz sein, sich mit dem Projekt näher zu beschäftigen. Und das sollte der interessierte Hörer eingängig machen, denn „Lohe“ ist alles andere als leichte Kost.

Vor allem das doch eher für den Metal – Bereich untypische Instrument, die Posaune, ist sehr gewöhnungsbedürftig und wird die Hörerschaft mit Sicherheit spalten. Ich persönlich kenne nur eine Band aus dem Extreme Metal Bereich, die das hiesige Instrument verwendet; Sear Bliss aus Ungarn, die ich am Fimbul Festival 2012 kennengelernt habe.

Ein weiteres musikalisches Werkzeug, archaischer Natur – das Didgeridoo – setzt dem ganzen einen noch exotischeren Stempel auf. Trotz allem kommt der Metal nicht zu kurz und so kann man durchaus von einem Folk Metal Konzept der extravaganten Art sprechen. Gleich der erste Song auf „Lohe“, nämlich ‚Schlagende Hörner‘ inklusive ‚Intro‘ zieht sich über zwölf Minuten und zeigt die Mannigfaltigkeit der Süddeutschen. Doch aufgepasst. Anfangs wird man von diesem Klangerlebnis förmlich erschlagen. Ein Break reiht sich an das andere und zum Durchatmen kommt man nur selten. Eine Anfangs harte Prüfung für den Hörer.

‚Lichter Wirren‘ kommt bedingt durch schwarzmetallischen Einfluss eingängiger rüber. Das selbe gilt für Nummer drei ‚Gen Wipfel‘ – für mich die beste Nummer auf „Lohe“. Mit Breaks wird bei den beiden Songs, sowie bei den restlichen Tracks nicht gespart. Die Posaune und das Didgeridoo kommt immer wieder in den Vordergrund. Die Vocals präsentieren sich ebenso variabel. Mal Black Metal Gekrächze, mal epischer Klargesang.

Instrumente und Texte machen Lohe zu einen markant archaischen Werk, welches die Hörerschaft unbedingt öfters durchspielen muss. Für mich ist „Lohe“ ein sehr interessantes Werk. Vielleicht nicht unbedingt die Musik für Puristen, dafür um so mehr für Leute, die auf progressiven Extreme Metal stehen. Der weitere Weg der Band ist aufjedenfall mit Spannung weiterzuverfolgen.

Hörbeispiele zu Waldwind finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/waldwind
geschrieben am 12.12.2012 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Waldwind
Eigenproduktion

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