CD-Review: Celtachor – Nine waves from the shore

celtachor_nine waves from the shore

[Folk Metal] – Eigenproduktion (2012)
Irland
So soll Folk Metal sein – Made in Ireland!

Dass die grüne Insel auch abseits von Primordial und Cruachan düstere Klänge hervorbringt, ist mittlerweile nichts Neues. Überschwemmt werden wir zwar nicht mit Neuveröffentlichungen, aber dafür haben diese durchaus Qualität. Bereits einen Beitrag dazu lieferten uns die vier Jungs und die eine Dame von Celtachor. Mit ihren Demos „Signs of war“ und „In the halls of our ancient fathers“ konnten die Dubliner in Insiderkreisen auf sich aufmerksam machen. Ende 2012 war es mit dem ersten full-length Album soweit.

„Nine waves from the shore“ nennt sich das gute Teil, welches in Eigenproduktion entstanden ist. Sieben Titel befinden sich auf dem Tonträger. Ähnlich wie bei Primordial oder Cruachan wird die irische Seele in jeder Strophe spürbar. Im Gegensatz zu Primordial wird hier jedoch mehr auf die alten Mythen, als auf historische Fakten wert gelegt. Aber genau das ist es, was die großartige Insel ausmacht: Mythen, Legenden und Sagen. Auf „Nine waves from the shore“ darf Dagda wieder seine Keule schwingen (‚Sorrow of the Dagda‘) und sagenumwobene Schlachten um die Göttin Tailtiu (‚The Battle of Tailtin‘) werden real.

Auch die Musik selbst darf man dabei nicht vergessen: Harter kompromissloser Metal, teils alter, teils neuer Schule, gepaart mit folkloristischen Elementen. Dafür dient zwar nur ein Werkzeug – die „Tin Whistle“ – aber das hat es in sich. Steven Roche setzt die Flöte genau an den richtigen Stellen ein. Nebenbei ist er auch für den Gesang verantwortlich. Die Vocals, die sich zwischen Growls und tieferem Gekrächze ansiedeln, erinnern ein wenig an Chrigel Glanzmann. Parallelen zu Eluveitie sind generell nicht ganz zu leugnen, aber nur bedingt. Celtachor sind einfach irischer und vermitteln noch den Biss des Undergrounds. Des weiteren erinnern mich die Flötenklänge an eine Band, die es schon länger nicht mehr gibt und um die es mir noch heute Leid tut. Die Rede ist von Elivagar. Da werden immer wieder Erinnerungen wach.

Aber genug der Vergleiche. Celtachor vertreten mit „Nine waves from the shore“ ihre eigene Marke und die ist nicht nur irisch, sondern auch verdammt gut. Mit ihrem Debütalbum schreiben sie auf jeden Fall irische Metalgeschichte.

Hörbeispiele zu Celtachor finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/celtachor
geschrieben am 14.1.2013 von erich@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Celtachor
Eigenproduktion

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