CD-Review: Nidhoeggr – Ragnarök’n’Roll (EP)

nidhoeggr

[Folk/Viking Metal] – Eigenproduktion (2013)
Schweiz
This is Ragnarök’n’Roll!

Historisch betrachtet befand sich das Gebiet der heutigen Schweiz im Schmelztiegel germanischer und keltischer Stämme. Eluveitie lassen die Helvetier musikalisch wiederauferstehen, Nidhoeggr – der Name lässt es erahnen – wenden sich dagegen der nordisch-germanischen Mythologie zu.

2009 gegründet, veröffentlichten die jungen Recken aus dem Kanton Bern im Februar 2011 ihr erstes Demo. Knapp zwei Jahre später folgt nun mit „Ragnarök’n’Roll“ ein etwas ausführlicheres Tondokument, welches sechs Tracks und eine Spielzeit von ansehnlichen 35 Minuten umfasst.

Darauf agiert das Sextett äusserst abwechslungsreich: Bei ‚Hüter des Hains‘ erklingen inmitten death-metallischer Passagen balladeske Pianoklänge, ‚Niemals‘ erinnert aufgrund der Banjo imitierenden Töne phasenweise an eine todesmetallische Version von Trollfest. Auf in ‚In ewig frei‘ wiederum geht man deutlich epischer zu Werke.

Kerniges Riffing, Flöteneinlagen, das punktgenau eingesetzte Keyboard und der eingängige Refrain gepaart mit Janos Growls machen ‚Wiedersehn‘ zum stärksten Track der EP. Während im vorangegangenen ‚In ewig frei‘ die Chöre noch etwas schief aus den Boxen hallten, werden diese hier deutlich besser intoniert. Beim Titeltrack ‚Ragnarök’n’Roll‘ lassen Finntroll grüssen, die Humppa-Elemente werden live sicherlich für viel Bewegung im Publikum sorgen. ‚Nidhoeggr‘ beschliesst das Werk auf ähnliche Weise – hier findet der Offbeat neuerlich Einzug.

Kompositorische Fähigkeiten sind durchaus vorhanden, haben jedoch noch Entwicklungspotential. Der Produktion mangelt es etwas an der nötigen Tightness, insgesamt fiel der Sound für eine Eigenproduktion aber ganz passabel aus.

Fazit: Gemessen an der Tatsache, dass es sich bei Nidhoeggr um eine junge und noch eher unerfahrene Band handelt, darf „Ragnarök’n’Roll“ als durchaus gelungener Release bezeichnet werden.

Erhältlich ist der Silberling unter shop@nidhoeggr.ch oder auf diversen Plattformen wie iTunes, Spotify u.a.

Hörbeispiele zu Nidhoeggr finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/NidhoeggrMetal und http://www.youtube.com/user/NidhoeggrMetal
geschrieben am 20.1.2013 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Nidhoeggr
Eigenproduktion

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Eine Antwort zu “CD-Review: Nidhoeggr – Ragnarök’n’Roll (EP)

  1. Pingback: CD-Review: Nidhoeggr – Nach der Schlacht | Folkmetal.at

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