CD-Review: Heidenspass – Bluomenrot

heidenspass_bluomenrot

[Medieval] – Eigenproduktion (2013)
Deutschland
Rote Blumen und sanfte Klänge!

Heidenspass oder auch „die Spielleute der Herzen“ – wie sie sich selbst nennen – haben mit Bluomenrot ein weiteres Werk ihrer bisherigen musikalischen Laufbahn geschaffen. Es ist der nunmehr dritte Silberling, mit dem die Spielleute uns ihre Aufwartung machen und zum Mittanzen und -singen einladen.

Musikalisch braucht man hier allerdings keine harten Klänge zu suchen, denn diese sind nicht einmal im Ansatz vorhanden. Heidenspass hat es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht, in der Hauptsache Publikum auf Mittelaltermärkten oder eventuell auch auf Festivals des gleichen Genres zu bedienen. Ich bin mir sicher, dass sich dort mit den Songs sicher die einen oder anderen Mitschunkler und Mithüpfer finden lassen. Bluomenrot versprüht immerhin das, was im Bandnamen bereits steht: Man bekommt den Eindruck, dass die Künstler beim Aufnehmen der einzelnen Sachen eine Menge Spass hatten.

Generell sicher ein wichtiger Aspekt, aber um ehrlich zu sein, hatte ich auch beim mehrfachen Hören immer öfter das Gefühl, hier eine Scheibe von Rolf Zuckowski vor mir zu haben. Das größte Problem hat Heidenspass meiner Meinung nach damit, dass die Lieder zum Teil einfach klingen wie bekannte Volkslieder, welche auch heute noch jedes Kind singen kann. Sicher hat das gleich einen gewissen Wiedererkennungswert zur Folge, aber ehrlich: Auf Dauer nervt dieses Verkindlichen und Verniedlichen und fast schon krampfhaft wirkende Fröhlichsein.

Das einzige Lied, das mich sofort gefesselt hat, war „ich will trüren falen lan“. Ein neckisches Lied über eine Dame, die eine nächtliche Beschäftigung in Form von nicht ganz jugendfreier sportlicher Betätigung sucht. Die Melodie zieht einen sofort mit, wodurch gleich ein positives Gefühl für den Song entsteht. Auch der oft benutzte Wechselgesang zwischen den Sängern empfinde ich hier als richtig schön passend. Der Song ist für mich sozusagen „im richtigen Fluss“ um es mal farbig auszudrücken.

Mein Fazit: Mittelaltermarktmitschunkel-Potenzial ist hier auf jeden Fall vorhanden und live kommt der Heidenspass, der hier vermittelt werden soll, sicher wesentlich besser zum Vorschein als auf einem schnöden Silberling. Ich werde sie mir auf jeden Fall einmal ansehen, wenn sie in meiner Nähe sind.

Hörbeispiele zu Heidenspass finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/spielleuteheidenspass
geschrieben am 25.1.2013 von triel@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 5 von 15
Punkte (Gesamt): 6 von 15
Informationen: Heidenspass
Eigenproduktion

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