CD-Review: Delirium – Das Erbe der alten Zeit (EP)

delirium_das erbe der alten zeit

[Pagan Metal] – Eigenproduktion (2013)
Deutschland
Franconian attack!

Delirium aus Mittelfranken gründeten sich anno 2006. Nach einer Phase der Stilfindung fiel die Wahl auf Pagan Metal mit Hauptaugenmerk auf lokale Sagen und Geschichten. Gemeinsam mit den Kapellen Thormesis, Hroptatyr und Thy Wicked schlossen sich die Recken ausserdem im Jahre 2009 zum Speerwall Frankonia zusammen.

Im selben Jahr folgte in Form der Demo „Asatru“ auch das erste musikalische Lebenszeichen des Quintetts. Ende 2011 erschien daraufhin das erste full-length Album, welches den Namen „Frankenblut“ trägt. Mit bislang noch unbekanntem Releasetermin wird nun demnächst die hier besprochene EP „Das Erbe der alten Zeit“ veröffentlicht.

Die EP enthält fünf reguläre Songs plus einen Bonus-Track, welcher dem Rezensenten nicht vorlag, bei dem es sich jedoch um ein Remake des Songs ‚…und Irminsul wird nie mehr fallen‘ von „Frankenblut“ handeln dürfte.

Gezockt wird ein bunter Mix diversester Metal-Subgenres irgendwo in der Region von Obscurity und (älteren) Varg. Dieser lässt sich in Kombination mit den heidnisch inspirierten und ausschliesslich in deutscher Sprache gehaltenen Lyrics summa summarum wunderbar als Pagan Metal definieren. Zwar erfinden Delirium damit das Rad nicht neu, präsentieren jedoch ihr Verständnis des Genres auf äusserst schmissige Art und Weise. Eingängige Riffs (bei welchen einen gelegentlich das Gefühl beschleicht, diese in ähnlicher Form anderswo schon mal gehört zu haben), treibendes Drumming und eine saubere Produktion charakterisieren dieses Werk, dessen grösster Mangel tatsächlich die fehlende Eigenständigkeit darstellt.

Darüber hinaus insgesamt ein gelungener Release, welcher keinen Anhänger heidnischer Klangeskunst enttäuschen wird. Wer mehr davon haben will, kann Delirium unter anderem beim diesjährigen Fimbul Festival live on stage erleben.

Hörbeispiele zu Delirium finden Sie unter folgenden Link: http://www.youtube.com/user/FrankenDelirium oder http://frankendelirium.bandcamp.com/

geschrieben am 31.05.2013 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Delirium
Eigenproduktion

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