Interview: Obscurity

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Elsa (Folkmetal.at) umringt von lauter Obscurity-Mitgliedern (c) Obscurity

Wenn man während des Ragnarök-Festivals mit den „Bergischen Löwen“ so nett ins Plaudern kommt und dann noch zufälligerweise im selben Hotel untergebracht ist, dann ist ein Interview-Termin gleich mal ausgemacht. Elsa entlockte Toni von Obsurity so manche Inspiration, die ein oder andere Anekdote und sogar seinen persönlichen Lieblings-Gig.

Folkmetal.at: Wie bist du zur Musik gekommen und in weiterer Folge auch zum Genre Metal?

Toni: Ich war elf Jahre alt, als ich das erste Mal Gitarrenmusik hörte. Das war in einem Jugendhaus im Proberaum, als eine Punkband ihr bestes gab. Das fand ich richtig gut. Also befasste ich mich ein wenig mit dieser Art Mucke und schon ein paar Tage später hatte ich die ersten Kassetten der Ärzte und der Toten Hosen im Regal. Ungefähr zwei Jahre später kam ein Kumpel vorbei mit einem Blind Guardian Longplayer. Das war der Hammer und somit der erste Schritt zum Metal! Kurze Zeit später folgten Slayer, Sepultura, Metallica etc.

Folkmetal.at: Ihr seid nicht nur erfolgreiche Musiker, sondern steht auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Ist es für dich oder deine Kollegen schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen?

Toni: Es gibt die einen oder anderen Tage, an denen es nicht immer klappt, da wie du schon sagst, wir alle im Berufsleben stehen. Dennoch versuchen wir das perfekt zu lösen. Jeder in der Band hat seinen Part. Somit wird die Arbeit aufgeteilt. Und wenn jemand mal gar keine Zeit hat, proben wir halt zu viert oder zu dritt.

Folkmetal.at: Der Bergische Löwe ist euer Markenzeichen. Was verbindet du und ihr als Band mit eurem Wappentier?

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Toni: Dieser Löwe steht für unsere Heimat. Für Zusammenhalt und Freundschaft. Hier fühlen wir uns wohl! Alle sind wir hier aufgewachsen und haben von unserer Jugend an bis heute viel Zeit zusammen verbracht. Das bedeutet für uns ein Löwe zu sein.

Folkmetal.at: Ihr Jungs seid in dieser Formation nun schon beinahe ein Jahrzehnt musikalisch aktiv und eine eisern zusammengeschweißte Truppe. Hat sich euer gemeinsames Schaffen im Laufe der Zeit verändert?

Toni: Das ist richtig, es gibt Obscurity nun ja schon über 15 Jahre. Ich freue mich, seit über zehn Jahren dabei zu sein und nun ja, natürlich hat sich unser Schaffen verändert. Aber nicht grundsätzlich, hier und da einige Nuancen, die zur positiven Entwicklung beigetragen haben. Jeder von uns ist reifer und vor allem auch kreativer geworden in all den Jahren. Ich denke, das hört man auch auf den Alben und der Spaß, den wir nach wie vor haben, der spiegelt sich auch in unserer Mucke wieder. Das ist Obscurity!

Folkmetal.at: Was inspiriert euch für eure Songs?

Toni: Wir inspirieren uns eigentlich selbst. Klar, jeder von uns hat auch seine Favoriten in Sachen Mucke und dennoch haben wir unseren eigenen Stil gefunden. Irgendeiner fängt im Proberaum an zu spielen, weil er gerade eine Idee im Kopf hat. Ganz egal wer. Ob Arganar am Drumkit, Ziu am Bass oder Agalaz, Dornaz oder ich an der Klampfe. Und so fängt das Songwriting bei uns an. Wenn es dann allen gefällt, steht quasi der Song.

Folkmetal.at: Obscurity sind unter den Metalheads nicht nur wegen ihrer Musik und den Shows beliebt. Ihr begegnet euren Fans sehr offen und relaxt und habt sogar beim Ragnarök Festival die glücklichen Gewinner eurer Ausschreibung zu euch auf die Bühne geholt. Wie siehst du die Rolle der Fan –Band–Beziehung?

Toni: Ich denke, ohne Fan-Band-Beziehung gäbe es keine Band. Ganz egal wie sie alle heißen. Man macht ja keine Musik, um sie sich später alleine im Keller anzuhören. Jeder von uns macht seinen Part sehr gerne und das wollen wir auch den Fans zeigen. Ob nun auf der Bühne oder vor Ort am Merchstand etc. Dadurch sind auch schon viele Freundschaften entstanden.

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Folkmetal.at: Was war dein persönlicher Lieblingsgig?

Toni: Da gab es schon einige! Den Gig mit Unleashed auf dem Paganfest oder die Pyroshow auf dem Ragnarök Festival. Dennoch fand ich unseren Gig in Essen im Turock im Oktober 2012 auf der Devilish Triumph Tour mit Kampfar, Helrunar und Velnias am besten. Die Hütte war voll und die Metalheads gingen ab wie Sau. Da merkte man, dass man zuhause ist!

Folkmetal.at: Was ist deine liebste Anekdote aus eurem bisherigen Bandleben?

Toni: Oje, da gab es auch genügend in den 15 Jahren. Zum Beispiel fuhren wir nach Berlin und gerieten in einem Stau. Alles stand und wir stiegen aus, um uns die Beine zu vertreten. Nach fünf Minuten ging es plötzlich weiter und alle sprangen in die Karre. Nur eins hatten sie vergessen – MICH!!! Naja, nicht wirklich. Sie machten sich einen Spaß daraus. Ich rannte dem scheiß Bus hinterher. Nach ein paar Metern durfte ich wieder einsteigen. Dafür mussten wir z.B. ein paar Jahre später frühzeitig vom Black Troll Fest abhauen, da sich Arganar im besoffenen Kopp beim Pinkeln auf die Fresse legte und seine Augenbraue genäht werden musste. Ha ha. Mann, ich könnte immer so weiter machen.

Folkmetal.at: Wie steht’s mit euren Plänen für die Zukunft?

Toni: Ich denke, wir werden noch ein paar Jährchen weitermachen und das eine oder andere Album auf den Markt schmeißen. Ansonsten werden wir weitermachen wie bisher. Die Bühne rocken und mit den Fans feiern.

Folkmetal.at: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast!!

Toni: Gerne, wir sehen uns auf dem Runen der Nacht Festival bei euch in Österreich.

Das Interview führte Elsa von Folkmetal.at im Mai 2013

Weitere Informationen über Obscurity:

Offizielle Webseite von: Obscurity

My Space Seite von: Obscurity

Aktuelle CD Rezension:

Obscurity

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