CD/DVD-Review: Skálmöld – Skálmöld og Sinfóníuhljómsveit Íslands

Skálmöld

[Viking Metal] – Eigenproduktion (2013)
Island
S&S

Ende November 2013 wagten sich die isländischen Viking Metaller an ein ganz besonderes Projekt: An drei Abenden präsentierte das Sextett in Eldborg (Island), unterstützt von Symphonieorchester und drei Chören, einen Querschnitt aus ihren bisherigen Werken „Baldur“ und „Börn Loka“ in neuem Gewand. Der Auftritt vom 29. November 2013 wurde bild- und tontechnisch für die Nachwelt festgehalten und in Form einer CD/DVD am 17.12.2013 veröffentlicht.

Die Live-CD enthält dabei infolge Kapazitätsgrenze von 80 Minuten lediglich einen Ausschnitt (um genau zu sein 11 der 17 Tracks) des zweistündigen Gigs. Leider fielen geniale Songs wie ‚Sleipnir‘, oder ‚Valhöll‘ diesem Umstand zum Opfer. Mit einer zweiten CD und somit dem gesamten Auftritt, wäre das Paket natürlich noch attraktiver ausgefallen – hätte vermutlich aber den finanziellen Rahmen gesprengt. Ansonsten gibt es an der Audio-Version kaum etwas zu beanstanden. Der Sound fiel differenziert aus und setzt sowohl die Band als auch die über 150 Mitwirkenden ausreichend in Szene.

Die DVD vermag in erster Linie durch den unaufgeregten Schnitt zu punkten. Allerdings darf hier keine Hochglanzproduktion erwartet werden. Die Kameraeinstellungen liefern teilweise „abgeschnittene“ Einstellungen, hier und da stolpert auch schon mal einer der Kameramänner durchs Bild. Die sichtliche Freude und Spiellust aller Beteiligten – insbesondere von Skálmöld, die mit einem Dauergrinsen ihre Parts absolvieren – an diesem Auftritt vermögen die angeführten Kritikpunkte aber alleweil zu kaschieren. Der Sound fiel hier eher durchschnittlich aus, Gitarren und Drums verschwinden etwas zu stark hinter der gewaltigen Macht des Orchesters. Menü und Gig sind komplett in isländischer Sprache gehalten – englische Untertitel wären insbesondere bei den Ansagen hilfreich gewesen.

Unbedingt zu erwähnen sind noch zwei besondere Highlights, nämlich die Gastauftritte der Landsleute Aðalbjörn Tryggvason (Sólstafir – ungewohnt im Kettenhemd) bei ‚Hefnd‘ und die Growls von Edda Tegeder (Angist) bei ‚Hel‘.

Skálmöld gelingt die symphonische Umsetzung ihres Schaffens trotz einiger Ecken und Kanten deutlich besser als einer gewissen Bay Area Thrash Legende Ender der 90er und ist daher bei einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis von 24 Euro plus Porto nicht nur für Genre-Fans absolut unverzichtbar.

Der bandeigene Online-Shop vermeldet zwar derzeit „ausverkauft“, stellt aber gleichzeitig eine zweite Auflage in Aussicht… Somit lautet die Devise: regelmässig reinschauen und sofort zuschlagen, sobald dieses geniale Package wieder erhältlich ist!

Hörbeispiele zu Skálmöld finden Sie unter folgendem Link:
http://www.youtube.com/user/Skalmold/videos

geschrieben am 06.01.2014 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 12 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Skálmöld
Eigenproduktion

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