CD-Review: Svarttjern – Ultimatum Necrophilia

Svarttjern - Ultimatum Necrophilia

[Black Metal] – NoiseArt Records (2014)
Norwegen
TNBM? TNBM!

Svarttjern, die sich nach einem Gemälde ihres Landsmannes „August Cappelen“ benennen, bestehen seit 2003 und gehören demnach zur jüngeren Generation von Black Metal Bands aus dem hohen Norden. Nach dem Release dreier Demos erblickte 2009 das full-length Debüt „Misanthropic Path of Madness“ die Dunkelheit der Welt. Zwei Jahre darauf folgte „Towards the Ultimate“ und nun steht die Veröffentlichung des Drittwerks „Ultimatum Necrophilia“ unmittelbar bevor.

Bekanntermassen herrscht zwischen den norwegischen Kapellen dieses Genres ein reger Austausch. So keift Vocalist und Gründungsmitglied HansFyrste seit einiger Zeit ebenfalls bei den Urgesteinen Ragnarok während Bassist Stg. V auch bei Sarkom den Viersaiter zupft.

Aufgrund oben erwähnter Verbindungen zu anderen Bands, dürfte ungefähr klar sein, in welchen stilistischen Gefilden sich das Quintett bewegt. Dass TNBM anno 2014 dabei keinesfalls ein billiger Abklatsch der Lo-Fi Meisterwerke aus den frühen Neunzigern sein muss, beweisen Svarttjern ab dem ersten Ton. Kalt, dreckig und mit einem überaus zeitgemässen Sound ausgestattet, prügeln sich die Schwarzwurzeln gekonnt durch elf Tracks.

Wer behauptet, Black Metal sei eintönig, wird auf „Ultimatum Necrophilia“ eines Besseren belehrt. Sicher bewegt man sich vorwiegend im High-Speed Bereich (insbesondere ‚Hymns for the Molested‘ gleicht einer eingeschwärzten up-tempo Version eines Motörhead-Songs), selbstverständlich prasseln regelmässig Blast-Beat und Double-Bass Attacken auf den Hörer nieder und natürlich malträtiert „Sänger“ HansFyrste das Mikrofon in bester Schwarzmetall-Manier. Darüber hinaus loten die Norweger das enge Genre-Korsett jedoch fachmännisch aus, ohne auch nur im Geringsten auf irgendeine Art innovativ oder gar progressiv zu wirken.

Schwarzmetall aus Norwegen. Alleine die Herkunft schürt bereits die Erwartungen. Svarttjern vermögen diese zu erfüllen, denn unter dem Strich handelt es sich bei „Ultimatum Necrophilia“ schlicht um ein gelungenes Album, welches in jeder gut sortierten Black Metal Sammlung enthalten sein sollte.

Die Live-Qualitäten Svarttjerns können ab Veröffentlichungsdatum des neuen Werks (07.02.2014) im Rahmen der grossen Europa-Tournee mit Behemoth, Cradle of Filth, In Solitude und Inquisition überprüft werden.

Hörbeispiele zu Svarttjern finden Sie unter folgendem Link:

geschrieben am 26.01.2014 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Svarttjern
NoiseArt

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