CD-Review: Munarheim – Nacht und Stürme werden Licht

munarheim_nacht u.stuerme.

[Folk/Black/Pagan Metal] – Eigenproduktion (2014)
Deutschland
Die Urkraft einer schwarzen Symphonie!

…wir freuen uns schon auf das vorangekündigte Debütalbum. Der Termin steht noch nicht fest… – ein Auszug aus dem Review im Juli 2009 „Und der Wind sang“. Oft kommt es anders und so mussten wir fünf Jahre auf das angekündigte Debüt warten. Dass es so kommt, haben selbst die Hauptdarsteller nicht vorhersehen können. Eine schöpferische Pause und anderweitige Projekte sorgten für Ungewissheit über das Weiterbestehen der Band.

Hoffnung, wo Licht am Ende des Tunnels. Mit Freude haben wir 2013 vernommen, dass es mit Munarheim eine Fortsetzung geben wird. Ein kräftiges Lebenszeichen gab es mit der EP „Liberté“. Nun folgt endlich das mit Spannung erwartete Debüt der Coburger: „Nacht und Stürme werden Licht“ (VÖ: 22.02.2014).

Gleich vorweg, fünf Jahre Vorfreude haben sich ausgezahlt. „Und der Wind sang“, unter Düsterwald Produktionen veröffentlicht, war schon ein besonderer Edelstein. „Nacht und Stürme werden Licht“ ist der Feinschliff – ein Juwel. Es darf wieder geträumt werden. Sei es inspiriert von poetischen Texten oder einfach durch Hingabe zum Klangerlebnis. Hier trifft musikalisches Können auf viel Gefühl und Idealismus.

Seien es die bereits von der EP bekannten ‚Liberté‘ und ‚Urkraft‘ oder ganz neues Material wie ‚Terra Enigma‘, ‚Zenit‘ oder ‚Waldgeflüster‘, jeder Song auf dem Tonträger hat seine eigene Kraft, seine eigene Identität und Klasse. Bei den 13 Stücken wird nichts dem Zufall überlassen. Dafür sorgt jeder einzelne Musiker, der seinen Beitrag leistet und „Nacht und Stürme werden Licht“ zu einem schwarzen Kunstwerk vereint.

Schon alleine Pascal Pfannenschmidt (Black Metal Vocals) und Sebastian Braun (Klargesang) ergänzen sich einzigartig. Zu den beiden Gründungsmitgliedern gesellen sich weitere sechs Musikerinnen und Musiker, die ihren Teil zur musikalischen Weiterentwicklung von Munarheim beitragen. Man kann hier getrost von einer Superlative der dunklen Symphonie sprechen, die keinen Vergleich mehr mit Gleichgesinnten im Genre wie Dornenreich, Fjoergyn, Agalloch oder den frühen Alcest scheuen muss.

„Nacht und Stürme werden Licht“ ist wahrlich bombastisch und das ohne eine einzige Keyboardtaste. So sorgen Instrumente, wie Violine, Klavier, Akustikgitarre oder Flöte für eine klassische Atmosphäre. Düstere, dramatische Metal-Parts vermischen sich in einem Wechselbad der Gefühle mit akustischen Passagen. Gefühl ist das richtige Stichwort, sei es in kritisch, zeitgenössischer Form oder als Hommage an die Natur. Sogar das Wagnis einer Coverversion ist voll aufgegangen. ‚The last unicorn‘ (Original 1982 von Jimmy Webb) passt perfekt ins Romantik-Konzept.

Ein beeidruckendes Debüt. Wer hier nicht Höchstnoten vergibt, muss verrückt sein. Zuschlagen und genießen!

Hörbeispiele zu Munarheim finden Sie unter folgendem Link: http://www.facebook.com/Munarheim/app_204974879526524

geschrieben am 23.02.2014 von erich@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 15 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15
Informationen: Munarheim
Eigenproduktion

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