CD-Review: Eliwagar – Eliwagar

Eliwagar

[Pagan Folk / Folk Rock] – Nordafolk Records (2014)
Norwegen
Wiederentdeckung!

Vor einigen Jahren fiel mir Eliwagars Debütalbum „…Memories of the Warrior Will…“ (veröffentlicht 2008) in die Hände. Nach einigen Hördurchläufen wurde das Werk meinerseits mit dem vernichtenden Prädikat „unhörbar“ versehen, weswegen ich schon früh (vermeintlich) mit dieser One-Woman Band abgeschlossen hatte. Doch wie so oft im Leben sollte es anders kommen…

Kürzlich meldete sich nämlich Runahild, ihres Zeichens Mastermind hinter Eliwagar, mit der Bitte, ihr neustes Werk zu rezensieren, bei mir. Eine Aufgabe, die aufgrund der Vorgeschichte eine ganz besondere Herausforderung darstellte.

Seit dem Erstling sind einige Jahre in die Lande gezogen. Runahild war in der Zwischenzeit aber alles andere als untätig und veröffentlichte im Jahrestakt neue Alben. Somit stellt „Eliwagar“ tatsächlich bereits full-length Werk Nummer Sieben in der Diskografie dar.

Mittlerweile agiert die fleissige Norwegerin nicht mehr als Solokünstlerin, sondern hat weitere Musiker, darunter ihren Ehemann Bjørn, um sich geschart. Die zahlreichen Folkinstrumente wie Flöte, Hardangerfiedel, Leier, Cello etc. sowie der mehrstimmige, in Norwegisch gehaltene Gesang sind jedoch nach wie vor fest in Runahilds Händen. Der akustische Pagan Folk der Anfangstage wird heute hie und da mit E-Gitarre, Bass und Drums aufgepeppt. Diese sorgen für dezent rockige, ja phasenweise gar metallische Momente und verleihen dem Sound Eliwagars völlig neue Impulse.

In den ruhigeren Passagen erinnern Eliwagar an eine unplugged Variante Arkonas. Überhaupt lassen sich die beiden Bands aufgrund ihrer spirituell-heidnischen sowie naturverbundenen Einstellung durchaus miteinander vergleichen. Runahild und Masha „Scream“ Arkhipova hätten bei einem Treffen sicherlich ausreichend Gesprächsstoff.

Aufgemacht in einem schönen Digipack mit einem Booklet, welches fantastische Landschaftsbilder Norwegens enthält, vermag das Album auch optisch zu glänzen. Leidenschaftlich durch und durch, so lässt sich das selbstbetitelte Werk wohl am besten zusammenfassen. Und ich habe mich definitiv mit Eliwagar versöhnt!

Kürzlich liess Runahild verlauten, dass sie Eliwagar (zumindest für den Moment) zu Grabe trage. Die Begründung lautet dahingehend, dass Eliwagar als ihr alleiniges Projekt angedacht war. Da ihr Ehemann inzwischen sowohl sie als auch die Musik stark inspiriere und mitpräge, sei es an der Zeit für einen gemeinsamen Neuanfang, der auf den Namen „Huldresagn“ hört.

Hörbeispiele zu Eliwagar finden Sie unter folgendem Link: http://www.youtube.com/channel/UCxqaYqvmOgydh4K4ButHthw

geschrieben am 15.06.2014 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Eliwagar
Nordafolk Records

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