Interview: Day’s End

Day's End
© Day’s End Facebookseite

Underground Bands und Projekte haben bei Folkmetal.at seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher ist es an der Zeit, wieder einmal ein ebensolches Projekt etwas näher vorzustellen. Die Rede ist von Day’s End, dessen Gründer Nero sich die Zeit nahm, unsere Fragen zu beantworten. Lest hier, was der gute Mann zu sagen hat:

Folkmetal.at: Stell unseren Lesern bitte Dich sowie Dein Projekt Day’s End vor.

Nero: Servus, ich bin Sänger und Songwriter in meinem Projekt Day`s End, das im Februar 2014 gegründet wurde. Die Musik geht in Richtung Black Metal/DSBM/Post Rock.

Folkmetal.at: Du warst bis 2013 Sänger bei Higurd, was hat zur Trennung geführt?

Nero: Da waren zum einen private Gründe wie z.B. die Arbeit, die es mir eben nicht ermöglicht hat, am Wochenende frei zu nehmen, sowie ein gedanklicher Umbruch, der zu dieser Zeit stattfand. Auf der anderen Seite hat es damals menschlich nicht ganz gepasst. Da waren zu viele Genretypen vereint, musikalisch wie auch menschlich.

Folkmetal.at: Mit Nargathrond ist seit kurzem ein ehemaliger Weggefährte von Higurd mit an Bord. Somit darf eine Trennung im Streit wohl eher ausgeschlossen werden?

Nero: Er ist seit den Anfängen mit dabei und erarbeitet mit mir gemeinsam die Lieder. Es war zwar nicht im Streit, aber man kann wohl sagen, dass wir uns eine Zeit lang gegenseitig aus dem Weg gegangen sind. Hatte damals einen Schnitt in meinem Leben gesetzt, der für viele wohl unverständlich war. Freundschaft war immer da, nur mussten wir uns beide erst an verschiedene Denkweisen und Auffassungen wieder gewöhnen. Ich bin jedenfalls froh, mit Nargathrond wieder im Reinen zu sein und mit niemanden aus der aktuellen Besetzung Kontakt haben zu müssen. Abschließend ist nur zu sagen, dass ich nichts bereue.

Folkmetal.at: Aufgrund der personellen Verbindungen/Überschneidungen zwischen Day’s End und Higurd stellt sich natürlich die Frage, inwiefern sich die beiden Bands stilistisch und inhaltlich unterscheiden?

Nero: Komplett. Da gibt es keine Verbindungen in der Musik. Day`s End hat einen völlig anderen Stil. Schon allein, weil wir die Lieder zusammen erarbeiten. Ich denke, man hört bei Day`s End heraus, dass da jemand Musik macht, der viel erlebt hat. In der Scheibe wird viel Herzblut stecken.

Folkmetal.at: Ihr seid dabei euer erstes Album aufzunehmen. Wie und wo wird das Material eingespielt? Wann dürfen wir euren Erstling erwarten?

Nero: Das Album wird im Studio der Donnerhall-Klangwerke aufgenommen. Er ist ein alter Weggefährte und tief mit dem Metal verbunden. Es wird keine Hochglanzproduktion werden, aber das wollen wir auch nicht. Ich hoffe, dass wir bis Ende September so ziemlich fertig sind und ihr dann im Herbst/Winter ein schönes Review schreiben könnt!

Day's End II
© Day’s End Facebookseite

Folkmetal.at: Welches sind die thematischen Schwerpunkte eures Debüts? Oder handelt es sich gar um ein Konzeptalbum?

Nero: Hmm… ein Konzeptalbum ist es nicht, jedoch zieht sich die Thematik wie ein roter Faden durchs Album. Diese liegt auf Natur, Vergangenheit, Zukunft, Träume, Leben, Fühlen und Tod. Es sind einige Stellen dabei, die mir eine Gänsehaut zaubern. Bin wirklich froh, die Chance zu haben, diese Ideen mal zu verwirklichen.

Folkmetal.at: Gemäss eurer Facebookseite habt ihr „keinerlei Ambitionen aus diesem Projekt eine Band zu formen“. Soll demnach Day’s End den Status eines (Studio-)Projektes ewig beibehalten?

Nero: Auf der einen Seite spüre ich den Wunsch, gerne wieder auf der Bühne zu stehen und ich weiß auch, dass es wichtig für die Szene und Veranstalter ist, dass Bands live spielen. Aber auf der anderen Seite sehe ich Bands unseres Genres, die in großen Metal Magazinen die Hosen runterlassen, nur um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und dass im Endeffekt alles nur daraus hinausläuft mehr Geld zu machen. Da muss ich sagen, dass Musik, wie wir sie machen, nicht auf die Bühne gehört und ich mich nicht mit diesen Bands gleichstellen will. Ich muss mir da nichts beweisen, mag eh keine großen Ansammlungen von Menschen.

Folkmetal.at: Kann daraus geschlossen werden, dass keinerlei Live-Aktivitäten geplant sind?

Nero: Ja, das könnt ihr.

Folkmetal.at: Wie geht es weiter? Was steht nach dem Album-Release an?

Nero: Ich arbeite derzeit noch an zwei weiteren Projekten, diese werden erstmal die nächsten Aufgaben. Wenn es dann wieder an der Zeit ist und genug Eindrücke und Erfahrungen gesammelt worden sind, wird es wieder los gehen mit Day`s End.

Danke für das Interview, Folkmetal.at.

Das Interview führte Anita von Folkmetal.at

Weitere Informationen über Day’s End:

Facebook Seite von: Day’s End

Soundbeispiele von: Day’s End

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