CD-Review: Caladmor – The Ragnarök Sessions

Caladmor

[Medieval / Folk] – Eigenproduktion (2014)
Schweiz
Im Akustikgewand!

„The Ragnarök Sessions“… Weder soll hier Weltuntergangsstimmung verbreitet werden, noch hat das Ganze etwas mit dem bekannten Metal Festival in Lichtenfels zu tun. Nein, das Werk trägt den Titel schlicht deshalb, weil die Uraufführung dieses Programmes im Rahmen des „Ragnarök-Spektakels“ vom 23. – 24. August 2014 in Bülach nahe Zürich stattfand.

Die Erstauflage des Silberlings wurde bereits am Spektakel feilgeboten. Nachdem diese vor Ort innert kürzester Zeit restlos ausverkauft war, entschied man sich im Lager der Band zu einer Nachpressung. Vor deren Umsetzung mischte allerdings Produzent George Necola die neun Tracks noch einmal komplett neu ab.

Zu hören gibt es auf „The Ragnarök Sessions“ eine gelungene Mischung aus bekannteren und weniger oft gehörten Traditionals und Folk-Tunes, die sich im Bereich von nordischer und mittelalterlicher Musik bewegen. Darüber hinaus wird das Album zusätzlich mit einer ordentlichen Prise Irish-Folk angereichert. Damit bieten Caladmor nun natürlich nichts bahn-brechend Neues, setzen die Songs aber gekonnt um und vermögen ihnen durchaus eine eigene Note zu verleihen.

Zahlreiche neue Instrumente erlernten die Bandmitglieder für den Auftritt und die vorange-henden Aufnahmen. Darunter zu finden sind beispielsweise Harfe, Bodhrán (irische Rah-mentrommel), Epinette des Vosges (eine Art Zither) sowie verschiedene Whistles. Punkten können Caladmor ausserdem einmal mehr durch ihre stimmlichen Fähigkeiten: Gerade in den ruhigeren Songs wie ‚I riden så‘ (Originalversion von Gjallarhorn) harmoniert das Gesangsduo Babs und Maede prächtig. Letzterer zeigt dabei wie schon bei ‚Heralds of Doom‘ vom letzten Opus „Of Stones and Stars“, dass er nicht nur growlen, sondern eben auch richtig gut singen kann. Sängerin Babs wiederum weiss ihr Talent über die ganze Albumlänge gekonnt einzusetzen und überrascht mehrmals mit einem bisher von ihr noch ungehörten Gesangsstil.

Grösster Kritikpunkt: Bei gerade einmal 30 Minuten Spieldauer dürften getrost noch zwei bis drei weitere Songs auf der Scheibe enthalten sein. So hätten Akustikversionen aus dem bandeigenen Repertoire wie z. B. die Hymne ‚Alvísmál‘ das Werk noch einmal entschieden aufgewertet. Aber: was nicht ist, kann ja noch werden…

Hörbeispiele zu Caladmor finden Sie unter folgendem Link: http://www.youtube.com/user/Caladmor/videos

geschrieben am 14.12.2014 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Caladmor
Eigenproduktion

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Eine Antwort zu “CD-Review: Caladmor – The Ragnarök Sessions

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