CD-Review: Northland – Downfall and Rebirth

northland_downfall and rebirth

[Folk Metal] – Eigenproduktion (2015)
Spanien
Visca Metal per Cataluña!

Im Zuge des 10 Jahre Jubiläums spielten Northland am Ragnarök Festival 2013. Es war zugleich mein erster Kontakt mit der Band. Die sechs Spanier aus dem sonnigen Barcelona überraschten nicht nur mich mit einem gelungenen Live Gig. Sie waren damals sogar eines der Festival-Highlights und ließen die eine oder andere bekannte Combo ziemlich blass aussehen. Mitunter ein Grund, dass ich das neue Album schon mit Spannung erwartet habe.

Vorweg, „Downfall and Rebirth“ stellt vom ersten bis zum letzten Song unter Beweis, dass guter Folk Metal nicht nur aus dem hohen Norden kommen muss. Die Katalonier präsentieren genau das, was der Folk Metaller von heute hören möchte. Damit sind allerdings keine alten Humppa-Sauflieder gemeint, sondern gute Metal Riffs, eine saubere, gut strukturierte Produktion und niveauvolle Inhalte abseits von billigen Klischees. „Downfall and Rebirth“ befasst sich, wie der Name schon sagt, mit dem ewigen Kreislauf des Lebens, Mutter Natur und seiner oft in Frage gestellten Zivilisation.

Die ersten vier Stücke ‚When nature awakes‘, ‚Bloodred Sunrise‘, ‚Together we die‘ und das Instrumental ‚The rite‘ ziehen einen sofort in den Bann und sind zugleich auch die Höhepunkte auf dem Album. Allerdings ist danach eine gewisse Langatmigkeit nicht zu leugnen. Im Mittelteil hat „Downfall and Rebirth“ eindeutig seine Schwächen. Vielleicht mit Ausnahme von Titel Nummer sechs: ‚Duskriders‘, der mit einigen Breaks wieder etwas Farbe ins Spiel bringt. Da haben sich die sechs aus Barcelona stammenden Musiker mit 55 Minuten Spielzeit doch zu viel vorgenommen. Manchmal ist etwas weniger doch mehr. Dafür kommt die Violine von Pau Vázquez zu jedem Zeitpunkt munter rüber. Ein absolut kluger Schachzug, dieses Instrument stets in den Vordergrund zu stellen.

Was noch positiv auffällt, ist, dass die Spanier kaum auf das Keyboard setzen. Dieses dient nur ab und zu im Hintergrund als atmosphärische Ausmalung. Gegen Ende gibt es dann doch noch ein Highlight: ‚Moonlight Spell‘ eine Folk-Ballade mit einer zauberhaften Frauenstimme und phasenweiser Unterstützung durch Männer-Cleangesang.

Zwar konnte mich „Downfall and Rebirth“ nicht in allen Belangen überzeugen, aber in Summe ist es ein gutes Album geworden. Ich bin auch davon überzeugt, dass in der Band noch viel mehr Potenzial steckt. Deswegen freue ich mich jetzt schon auf die nächsten Veröffentlichungen der Katalonier.

Hörbeispiele zu Northland finden Sie unter folgendem Link: http://www.youtube.com/user/northlandofficial

geschrieben am 18.01.2015 von erich@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Northland

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