CD-Review: A Forest of Stars – Beware the sword you cannot see

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[Psychedelic Black Metal/Folk Dark Metal] – Lupus Lounge (2015)
England
Philosophisch abstrakt !

Drei lange Jahre sind seit dem letzten Epos der Psycho-Philosophen aus Leeds vergangen. So ein geniales Werk wie „A shadowplay for yesterdays“ zu toppen, war eine große Herausforderung. Mit „Beware the sword you cannot see“ haben es die Engländer aber wieder einmal geschafft und das fast Unmögliche wahr gemacht. Mit dem neuen Album haben sie noch mal die Schraube nach oben gedreht und einen Meilenstein in der Black Metal Historie gesetzt.

Bereits mit den ersten Klängen von ‚Drawing down the rain‘ beginnt der Nervenkitzel. Mystische Epik, gefolgt von einem kurzen und heftigen Gitarrengewitter, welches sofort in melancholische Folklore übergeht und im nächsten Moment wieder durch brachiale Riffs erschüttert wird. Dazu gesellt sich nach einigen Takten das dramatische Gekrächze von Mister Curse. Diese Ups and Downs sind uns schon vom Vorgänger bekannt und ziehen sich in einer nicht minder dramatischen und faszinierenden Weise über den neuen Tonträger.

Was auf den ersten beiden Alben noch fehlte, war ein markanter folkloristischer Einschlag. „A shadowplay for yesterdays“ korrigierte das auf bravouröse Art und Weise. Dies wurde 2015 glücklicherweise beibehalten, so wie viele andere Aspekte. Was ist aber anders auf „Beware the sword you cannot see“? Es ist die Härte. A forest of stars sind härter und kompromissloser geworden, ohne jedoch auf die Detailverliebtheit zu verzichten.

Wer sich näher mit dem Inhalt beschäftigt, hofft, nicht wieder in diese Welt hineingeboren zu werden. Ein Spiegelbild unseres kranken Daseins wird in ach so herrlich schwarzer Satire dargeboten. Und weil es so abstrakt ist, gibt es sogar ein halbes Konzeptalbum. Ab Titel Nr. sechs wird uns in Teil 1-6 vor Augen geführt, wie wir von Geburt an gefickt werden, um am Ende im „Nichts“ zu verschwinden.

Wer auf die Inhalte verzichtet, bekommt dies über Klang und Ton ebenso gut vermittelt. Dafür liebe ich diese Band mittlerweile, weil sie mir voll aus meinem schwarzen Herzen spricht. Kompliment auch an Katheryne, Queen of the Ghosts, die mit ihrer Violine und ihrer bezaubernden Stimme für viel Melancholie sorgt.

Für mich bereits ein absolutes Highlight 2015! In einer Stunde bekommt man so ziemlich alles geboten, was die dunkle Seite des Metal zu bieten hat. Auch Genrefremde können getrost zugreifen, denn A forest of stars lassen sich nicht einfach in einer Schublade ablegen.

Hörbeispiele zu A forest of stars finden Sie unter folgendem Link: http://www.facebook.com/aforestofstars/app_204974879526524?ref=page_internal

geschrieben am 29.3.2015 von erich@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 15 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15
Informationen: A forest of stars
Lupus Lounge

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