SchlossRock Festival 2015

SchlossRock Festival 2015
Caladmor, Artas, TDR, SchEdelweiss und Hangover
Ort: Neukirchen am Grossvenediger (AT)
Datum: 29.08.2015

Caladmor I

Caladmor

Freitag, 28.08.2015, kurz vor 16 Uhr. In einer Tiefgarage mitten in der Stadt Zürich wird gerade das letzte Instrumentenzubehör in einem der beiden Fahrzeuge verstaut, ehe Caladmor und Crew um 16.15 die Reise ins Salzburgerland antreten. Da es sich beim Gig im Rahmen des SchlossRock Festivals um den allerersten Auftritt der Epic Folk Metaller in Österreich handelt, begleitet die helvetische Abteilung von Folkmetal.at die Band ins Oberpinzgau.

Nach mühsamem Kampf durch den alltäglichen Feierabendverkehr rund um die grösste Stadt der Schweiz, trifft der Korso knapp zwei Stunden später an der Grenze zu Österreich auf einen weiteren Mitstreiter, woraufhin die Fahrt mit drei Autos fortgesetzt wird.

Nächstes Hindernis: Arlbergtunnel – wegen Renovationsarbeiten geschlossen. Dann eben über den Pass, statt unten durch. Kühe sind den Schweizern ja nun wirklich nicht fremd, dass diese aber im Zillertal direkt neben der Strasse ohne jegliche Umzäunung herumliegen, sorgte bei totaler Dunkelheit dann doch für einen kurzen Schreckensmoment. Nach gefühlten weiteren fünf Passüberquerungen trifft der kleine Tross aber schliesslich gegen 23 Uhr mit etwas Verspätung sicher in Neukirchen ein.

Location

Schloss Hohenneukirchen

Das Schloss Hohenneukirchen, Veranstaltungsort und gleichzeitig Treffpunkt am Vortag des Festivals, ist rasch gefunden. Ob man hier um diese Zeit wohl noch jemanden antrifft? Tatsächlich! Ein paar unverwüstliche Mitglieder des Organisationskomitees vom Venedigerpass haben ausgeharrt und auf die Schweizer Delegation gewartet. Nach herzlicher Begrüssung zeigt sich rasch, dass Gastfreundschaft im Oberpinzgau gross geschrieben wird. Bei einem Bierchen lernt man sich besser kennen, auch wenn sich die Helvetier zu Beginn mit dem Dialekt der Einheimischen doch etwas schwer tun. Bald fordert die siebenstündige Anfahrt jedoch ihren Tribut und Band und Crew ziehen sich ins vom Veranstalter organisierte Appartement-Hotel zurück.

Samstags um die Mittagszeit macht sich die Gruppe auf, um das Festivalgelände und die pittoreske Umgebung auch bei Tageslicht zu erkunden. Auffällig dabei ist der enorme Aufwand, welche die Veranstalter betrieben haben, um den Innenhof des Schlosses in eine Festival-Location zu verwandeln. Ebenfalls bereits eingetroffen sind die Deutsch-Rocker von SchEdelweiss. Bald schon wird angeregt über Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Musikerdaseins in der Schweiz und Österreich diskutiert.

Neukirchen

Sicht von der Location auf Neukirchen

Sehnlichst erwartet werden währenddessen TDR aus Kufstein, da diese das Drumkit für den Abend stellen. Kaum eingetroffen, steht das Schlagzeug bereits und Caladmor finden sich zum Soundcheck ein. Nachdem die Instrumente sämtlicher Bands getestet und für den Abend programmiert wurden, starten Hangover etwas später als ursprünglich geplant den Konzertabend.

Mit Coversongs aus dem gesamten Rockbereich, begeistern die ebenfalls aus Kufstein angereisten Tiroler das leider noch etwas spärlich anwesende Publikum. Das ausgezeichnete Wetter und die heissen Temperaturen veranlassen viele Zuschauer dazu, erst nach Einbruch der Dunkelheit zum Schloss zu pilgern.

SchEdelweiss haben hier vorgesorgt und gleich einen eigenen Fanbus für die Fahrt nach Neukirchen organisiert. Die Deutsch-Rocker sorgen mit eingängigen Songs sowohl bei den mitgereisten Fans, als auch bei den „neutralen“ Zuschauern für ausgelassene Stimmung.

TDR

TDR

Es folgen die bereits erwähnten TDR mit einer äusserst groovigen Mischung aus Stoner Rock- und Metal-Tracks. Damit sorgen sie ebenfalls für viel Bewegung bei den mittlerweile knapp 500 Festival-Besuchern.

Um 22.45 ist es dann schliesslich soweit und Caladmor betreten erstmals eine österreichische Bühne. Nach instrumentalem Intro legen die Zürcher gleich mit ‚The Raid‘ los. Ins Set schaffen es beinahe sämtliche Songs des aktuellen Albums „Of Stones and Stars“, . Ausgerechnet bei ‚Alvíssmál‘ hat Sängerin Babs mit einem defekten Mikrofon zu kämpfen, das jedoch eiligst von Tontechniker Phil, welcher der Band einen klaren, druckvollen Sound beschert, ersetzt wird. Mit ‚Demons‘ wird zum Ende hin auch ein Track gespielt, der aus einer Zeit stammt, als die Band noch unter dem Namen Pale bekannt war. Zum Abschluss des Auftritts zocken die Epic Folk Metaller schliesslich zwei bislang in dieser Form noch ungehörte semi-elektrische Versionen von ‚John Barleycorn‘ und ‚The Rare Old Times‘ vom Akustik-Werk „The Ragnarök Sessions“. Eine äusserst gelungene Österreich-Premiere mit überraschendem Schlussbouquet!

Caladmor II

Caladmor

Während des gesamten Gigs war dem Quintett die grosse Spielfreude anzumerken, welche sich rasch auf das frenetische Publikum übertrug. Nach dem Auftritt zeigen sich Caladmor fannah und finden sich beim Merchandise-Stand ein, um die Autogrammwünsche der neu dazugewonnenen Fans zu erfüllen.

Gleichzeitig dazu sorgen die Modern-Thrasher Artas für Ekstase im Publikum. Dieses hat während des Auftritts der Wiener noch einmal Gelegenheit so richtig abzugehen, bevor um 2 Uhr morgens schliesslich der letzte Ton aus den Boxen erklingt.

Artas

Artas

Nach einem Abschlussumtrunk mit anschliessender Verabschiedung und einer kurzen Nacht nimmt die helvetische Horde am nächsten Morgen wehmütig den Rückweg in die Schweiz in Angriff. Was bleibt, sind wundervolle Erinnerungen an ein perfektes Wochenende!

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an die Veranstalter rund um Thomas und Harald, die ein wunderbares Festival auf die Beine gestellt und sich aufopfernd um die Bands und ihre Begleiter gekümmert haben.

Weitere Bilder gibt es unter folgendem Link zu sehen:

http://www.caladmor.ch/index.php/fotos-mainmenu-38/category/27-schlossrock-2015

Wallace – 02. September 2015

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