CD-Review: Eis – Bannstein

Eis_Bannstein

[Black Metal] – Lupus Lounge (2015)
Deutschland
Kälteeinbruch!!

Eis gehören zu den Projekten, die bisher an mir vorbei gegangen sind. Nicht im negativen Sinne, aber das Angebot am BM-Sektor wird immer unüberschaubarer und an guter Qualität mangelt es zum Glück nicht. Da kann es schon vorkommen, dass der Rezensent das ein oder andere Juwel übersieht.Das hat sich mit dem aktuellen Album „Bannstein“ schlagartig geändert.

Ab sofort gebührt den Nordrhein-Westfalen volle Aufmerksamkeit. Ein Werk wie „Bannstein“ zieht nicht einfach spurlos an einem vorbei. Schon gar nicht, wenn es (fast) perfekt für den Black Metal Liebhaber des neuen Jahrtausends geschmiedet wurde. Deswegen nur fast, weil es eine Puristen-Fraktion gibt, die dem neuen innovativen B.M. kritisch gegenüber steht. Ich kann aber all die Nostalgiker beruhigen: „Eis sind so dunkel und kalt, wie ihr Name“. Dazu kommt eine Note von Poesie und Wortgewandtheit, die ich bisher nur von Helrunar und Dornenreich kannte.

Apropos Nostalgie! Immerhin gibt es das Projekt schon seit 2005. Unter dem Namen „Geist“ gegründet, wurde dieser 2010 in „Eis“ umgewandelt. Der Stil der Combo reiht sich nahtlos in eine niveauvolle, spielgewitzte und ebenso extrem düstere und sozialkritische Reihe von Bands ein, die im deutschsprachigen Raum bereits eine große Bandbreite darstellt. Spontan sind Der Weg einer Freiheit, Agrypnie, Nocte Obducta, Todtgelichter, Helrunar oder Harakiri for the Sky und Dornenreich in einem Atemzug zu nennen.

Doch jede der genannten Bands praktiziert ihren eigenen Stil, aber vor allem eine eigenständige Philosophie. Genau wie die Akteure von „Bannstein“, die auf dem neuen Tonträger fünf geniale Songs zum Besten geben. 5 Tracks, dass bedeutet pro Lied eine gewisse Überlänge, aber genau die braucht es, um das wiederzugeben, was für den Hörer als perfektes Klangerlebnis raus kommt. Selbst die Keys werden Ultra-B.M. nicht stören, da diese die düstere Stimmung noch intensiver untermalen.

Nach 45 Minuten Spielzeit ist der Spuk vorbei und der Hörer kann sich befriedet in den Sessel fallen lassen. Er wird aber sicher noch einige Zeit nachdenken. Gut ist, was anregt!

Sämtliche Stücke auf dem Silberling rechtfertigen ein Lob. Hervorheben möchte ich jedoch den letzen: ‚Im Schoß der welken Blätter‘. Ein Titel zum rauf – und runter Spielen. Die Norddeutschen haben sich das Beste für den Schluss aufgehoben und setzen „Bannstein“ damit die Krone auf. Die neue Scheibe von Eis ist nicht nur für B.M. Fans eine Kaufempfehlung wert.

Hörbeispiele zu Eis finden Sie unter folgendem Link: https://eis-de.bandcamp.com/album/bannstein

geschrieben am 06.12.2015 von erich@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Eis
Lupus Lounge

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