CD-Review: Hordak – Padre

hordak_2016

[Pagan Metal] – Casus Belli Musica (2016)
Spanien
Qualität vor Quantität!

Hordak ist ein Charakter aus Masters of the Universe. Anlässlich unseres Interviews zum letzten Album „Under the Sign of the Wilderness“ wollte Mastermind Autumn aber nicht näher auf den Bandnamen eingehen. Doch statt über Vergangenes zu sinnieren, konzentrieren wir uns lieber auf die Gegenwart! Denn nach über vier Jahren Wartezeit veröffentlichten die Spanier im Januar 2016 endlich ihr viertes Werk „Padre“.

Hauen andere Bands im Ein- bis Zweijahrestakt neue Scheiben raus, lassen sich die Madrilenen jeweils etwas länger Zeit. Dieser Umstand kommt definitiv der Qualität des veröffentlichten Materials zu Gute.

Eine der Stärken des Quintetts liegt dabei im Songwriting: Ein geniales Riff jagt hier das nächste, wobei die Hauptstädter ausserdem stets darauf bedacht sind, ihren Sound abwechslungsreich zu gestalten. So fanden nebst schwarzmetallischen Passagen und traditionellen Heavy Metal Elementen auch ruhige Akustikklänge den Weg auf das neuste Werk (bestes Beispiel hierfür: Track Nr. 6 ‚Sol‘).

Der Dudelsack, beim letzten Output immerhin noch im Intro eingesetzt, wurde anno 2016 komplett verbannt. Folkinstrumente wie die Geige oder Flöte, eingespielt von Sessionmusikern, tauchen vereinzelt aber immer noch auf. A propos Gäste: eines der Highlights auf „Padre“ stellt der Clean-Gesang von Wulfstan der englischen Viking Metaller Forefather auf ‚Bloodline of the Wolves‘ dar. Dieser bildet einen äusserst gelungenen Kontrast zu Autumns Keif-Vocals und verleiht dem Track unweigerlich einen epischen Touch.

Für stimmliche Abwechslung sorgen ebenfalls die Growls von Uruksoth, Sänger der Landsmänner und Labelkollegen Crystalmoors, auf ‚Father Sun – Father Dragon‘. Das Cover Artwork schliesslich wurde einmal mehr vom Belgischen Künstler Kris Verwimp, der auch schon für Marduk, Suidakra, Thyrfing, Månegarm, Moonsorrow u. v. m. tätig war, gezeichnet.

Lückenfüller sucht man auf „Padre“ vergebens. Zum Erreichen der Höchstpunktzahl fehlt einzig eine etwas druckvollere Produktion. Hordak fristen auch 14 Jahre nach der Bandgründung ein Untergrund-Dasein in der Pagan Metal Szene. Gemessen an der wiederholt überragenden Qualität ihrer Releases tun sie dies jedoch völlig zu Unrecht. Aus diesem Grund gilt: Kauft euch „Padre“! Und am besten den gesamten Backkatalog gleich noch dazu!

Hörbeispiele zu Hordak: https://hordakpaganmetal.bandcamp.com/

geschrieben am 05.04.2016 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Hordak
Casus Belli Musica

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