CD-Review: Narvik – Ascension to Apotheosis

narvik-ascension-to-apotheosis

[Black Metal] – Folter Records (2016)
Deutschland
Bar jeglicher tonalen Schublade

Brachial, frostig und roh geben sich die Freiburger auf ihrem zweiten Album „Ascension to Apotheosis“, was so viel wie „Aufstieg zur Gottwerdung“ bedeutet.

Ein äusserst kreatives Riffing setzt sich über jegliche tonale Schemata hinweg, die Gitarren greifen geschickt ineinander, bestechen und beklemmen gleichermassen mit kalten, dissonanten Klängen – dazu wird geprügelt, mit rhythmischen Stopps kokettiert; geschrien und gegrunzt.

Auffallend ist die sehr rohe Produktion, die Narviks Sound definitiv Gutes tut und die Vocals damit umso brachialer erscheinen lässt. Wäre die Artikulation der Schreistimme noch etwas klarer, käme das Gesamtkonstrukt erhabener und weniger rotzig daher.

Besonders schön ist das Drum gemischt: In ‚Old-School-Manier‘ erhält die Snare viel Raum, was ordentlich zu einem satten Sound beiträgt.

Alles in allem überzeugt „Ascension to Apotheosis“ durch ein äusserst abwechslungsreiches, kreatives und von allen tonalen Klischees losgelöstes Songwriting und souveräne dissonante Riffs, die ihre Kälte in alle Ecken und Enden kriechen lassen.

Hörbeispiele zu Narvik: https://www.youtube.com/watch?v=IhFKUO55pdk&list=RDIhFKUO55pdk#t=8

geschrieben am 06.11.2016 von babs@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Narvik
Folter Records

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