CD-Review: Saeldes Sanc – Thank you for the tragedy

[Avantgarde/Medieval] – Prosodia (2017)
Deutschland
Getrieben von Ursprünglichkeit

Bereits neun Lenze ist es her, dass wir uns mit Altmeister Ernst Horn (Deine Lakeien, Qntal) auseinandersetzten. Damals rezensierten wir sein imposantes Werk „Für euch die ihr liebt“. Das Projekt hieß damals wie heute „Helium Vola“. Genau in diesem spielt eine junge charmante Dame eine nicht unwesentliche Rolle. Die Rede ist von Hannah Wagner, einer Sopranistin aus Leipzig, die als hoffnungsvolle Nachwuchssängerin und Komponistin gehandelt wird. Grund genug für ein eigenes Projekt sowie ein erstes Album. So schließt sich auch der Kreis mit Ernst Horn als Produzent, der ebenso am Klavier unterstützend mitwirkt.

„Thank you for the tragedy“ nennt sich das Debut, welches Klassik, Poesie, Gedichte und mittelalterliche Klänge vereint. Nicht alltäglich und abseits jeglicher Mainstream-Schiene bewegt sich das Erstlingswerk von Saeldes Sanc. Nicht umsonst liefen die Vorbereitungen zu diesem Tonträger über fünf Jahre. „Um das umzusetzen, wie wir es haben wollten“ (Zitat: Hannah Wagner). Vielleicht ein Denkanstoß für so manchen Liedermacher, der sich auf Druck kommerziell ausschlachten lässt, um Jahr für Jahr die Industrie zu fördern. Im Falle von Saeldes Sanc ist Qualität garantiert – Klasse statt Masse.

22 Titel auf einem Silberling klingt nach verdammt viel, relativiert sich jedoch, da Prologe dezent eingebaut sind. Die Verse ergänzen sich wunderbar mit den melancholischen Klängen und laden die Hörerschaft zum Träumen ein. Hauptverantwortlich dafür ist die Engelsstimme von Hannah Wagner.

Unabhängig von Genrezugehörigkeit empfehle ich dieses Werk, da es in Zeiten wie diesen immer schwieriger wird Eigenständigkeit zu zelebrieren. Das gelingt Saeldes Sanc mit „Thank you for the tragedy“ bravourös.

YouTube Chanel von Saeldes Sanc

geschrieben am 24.03.2017 von erich@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 12 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Saeldes Sanc
Prosodia

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Eine Antwort zu “CD-Review: Saeldes Sanc – Thank you for the tragedy

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