CD-Review: Tibetréa – Zauber und Rituale

Tibetréa

[Medieval/Pagan Folk] – BSC Music (2017)
Deutschland
Die Reise geht weiter…

…und führt den Hörer dieses Mal ins Reich der „Zauber und Rituale“. Mit dem Vorgänger „Peregrinabundi“ hat das neue Werk gemeinsam, dass wiederum eine schier unendliche Vielzahl an verschiedensten Instrumenten eingeflochten wurde. Dabei darf natürlich das Markenzeichen der Bayern nicht fehlen: die Trompete erhält auch anno 2017 viel Einsatzzeit und wird weiterhin polarisieren.

Die musikalischen Einflüsse reichen erneut quer über den Erdball: Aus der Bretagne haben Tibetréa beispielsweise ‚Andro‘ (wie bereits Bands wie Faun oder Eluveitie vor ihnen) ausgewählt und geben dieses Instrumental in sehr ursprünglicher Form wieder.

‚Bier und Met‘ wird den Wiener Kollegen von Wûtas gewidmet. Naheliegend, dass man hierbei auf eine Melodie aus Österreich, konkret dem Tirol, zurückgreift: ‚Tramplano der Hupfende‘ oder wohl besser bekannt als ‚Zillertaler Hochzeitsmarsch‘.

Die Vorstellung der Band durch den/die Sänger ist bei Konzerten ein üblicher Brauch. Dies jedoch in einen Song zu verpacken und auch gleich auf Silberling zu bannen, dürfte eher ein Novum darstellen (so geschehen bei der von einem Irish Traditional inspirierten ,Tibetréa Polka’). Davor schrecken die Münchner aber ebenso wenig zurück, wie vor jazzigen Einschüben (bei ,Der Schatzgräber’) oder einem Versatz aus Queens ,We will rock you’ (auf ,Víla’).

Als Rausschmeisser wählte das Quintett mit ‚Wintersturm’ einen Song, welcher einerseits 2015 bereits als digitale Single ausgekoppelt wurde und sich andererseits ziemlich stark vom restlichen Liedgut des Albums abhebt. Dieses (abgesehen vom gesprochenen Intro) Instrumental erinnert nämlich an das Dream-Dance Genre, kommt dabei jedoch völlig ohne elektronische Hilfsmittel aus.

Insgesamt 13 Tracks mit einer Spielzeit von 48 Minuten sind auf diesem Viertwerk enthalten. Tanzbare, ruhigere sowie nachdenkliche Lieder folgen sich in regelmässigen Abständen und sorgen so für Kurtzweyl. Die Produktion gelang einmal mehr einwandfrei: Sämtliche Instrumente erhalten genügend Raum. Besonders hervorzuheben ist dabei die von El Bajo eingespielte, groovige Basslinie, welche leicht in den Vordergrund gemischt wurde.

Lange Rede, kurzer Sinn: Fans Mittelalterlicher-, Folk- aber auch Weltmusik sollten „Zauber und Rituale“ auf jeden Fall antesten!

Hörbeispiele zu Tibetréa finden Sie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/user/Tibetrea

geschrieben am 17.07.2017 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Tibetréa
BSC Music

 

 

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