CD-Review: Norvhar – Kauna EP

NORVHAR - Kauna

[Folk Metal] – Eigenproduktion (2019)
Schweiz
Renaissance!

2010 rezensierten wir das Demo „At the Beginning“ der Westschweizer Combo Harmoniks. Diese haben sich inzwischen aufgelöst, aus deren Asche entstand im letzten Jahr jedoch eine neue Band in beinahe identischer Zusammensetzung: Norvhar.

Mit den Digital-Singles ‚Of Stone, Gold & Blood‘ (mit Lyric Video) und ‚Fest in Midgard’ veröffentlichten die Romands zwei Appetithäppchen, bevor am 16. Februar 2019 der erste physische Output in Form von vorliegender EP „Kauna“ das Licht der Welt erblickte.

Im gut dreiminütigen Intro ‚From Fire…‘ führt ein Erzähler den Hörer in das Werk ein, ehe eine Akustikgitarre zum eingangs erwähnten ‚Fest in Midgard’ aufspielt. Dieser nach Ensiferum klingende Viking Metal Track war tatsächlich bereits auf dem Harmoniks Demo enthalten und hat demnach ein Alter von über zehn Jahren auf dem Buckel.

Mit folkiger Keyboardmelodie und gelegentlichem Flöteneinsatz geht es im ebenfalls zuvor genannten ‚Of Stone, Gold & Blood‘ zur Sache. Der Auftakt zu ‚Mystic Forest‘ klingt, als ob ein Troll den Berghang hinunterspaziert ehe die Metalfraktion einsetzt. ‚Goblins’ Outpost’ konnte in einer deutlich roheren Version auch schon auf „At the Beginning“ entdeckt werden.

Krönender Abschluss bildet der epische Zehnminüter ‚Fields of Fate‘. Hier blitzt noch einmal das gesamte Können der Lausanner auf. Insbesondere diesem Track merkt man an, dass hier erfahrene, eingespielte Musiker am Werk sind. Das Outro ‚…to Ashes‘, wiederum vom Erzähler rezitiert, sowie ein kurzes Akustikstück lassen den Release schliesslich gebührend ausklingen.

„Kauna“ wurde in den Fire Ant Studios Fribourg aufgenommen und gemixt. Das Mastering erfolgte dann in den berühmten Finnvox Studios (u.a. Amorphis, Eluveitie, Finntroll, Ensiferum, Wintersun). Kein Wunder also, dass das Werk einen äussert sauberen Gesamtsound aufweist.

Norvhar erfinden das Genre definitiv nicht neu. Das Sextett vom Genfersee stibitzte sich aber gekonnt das Beste aus Folk und Viking Metal und bastelte daraus eine gelungene EP, welche mit einer respektablen Spielzeit von beinahe 40 Minuten aufwartet. Genrefans sollten hier alleweil ein Ohr riskieren!

Hörbeispiele zu Norvhar gibt es unter folgendem Link:
https://norvhar.bandcamp.com/

geschrieben am 18.03.2019 von wallace.folkmetal@gmx.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Norvhar
Eigenproduktion

 

 

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