CD-Review: Illum Adora – Infernum et Necromantium

[Non Serviam Black Metal] – Folter Records (2020)
Deutschland
Zeitreise!

Illum Adora sind im schwarzen Zirkel der Puristen keine Unbekannten mehr. Die Gründung der deutschen Black Metal-Formation geht auf das Jahr 2011 zurück. Trotzdem dauerte es acht Jahre bis das erste Gesamtwerk mit „…of Serpentine Forces“ aus der Asche emporstieg.

Bis dahin wurden eine Split-EP und zwei Demos veröffentlicht. Ein Jahr später präsentiert die Band, bestehend aus Bandkopf Hurricane Hellfukker (Vocals, ZARATHUSTRA) mit Hilfe von Mortüüm (Drums, COUNTESS), Shargaz Isidor (alle Gitarren) und Jormundgand (Bass) eine EP mit fünf Titeln. Ob die Crew-Zusammenstellung für die EP wirklich dieselbe wie beim Vorgänger war, ist mir nicht bekannt – wir gehen einmal davon aus.

Die Inspiration ihres Schaffens ist laut eigenen Angaben der Black Metal Mitte der Neunziger. Nach mehrmaligen Durchläufen gibt es dem auch nichts gegenteiliges hinzuzufügen. Wobei ich sogar Elemente aus einem Jahrzehnt davor vernehmen kann. Vor allem der Gesang lässt mich aufhorchen. So war es doch „Seven Churches“ von den unsterblichen Possessed – die LP, die bei mir im dämonischen Alter von 15 Jahren auf und ab gespielt wurde. Vielleicht haben mich die Dämonen von damals nicht verlassen, aber ein Schelm, wer da keine Parallelen zu den Vocals von Illum Adora erkennt.

Wie auch immer, die fünf Stücke auf „Infernum et Necromantium“ ziehen sich mit solch roher Gewalt über den Scheibenteller, dass der Hörer sich unweigerlich in vergangene Dekaden zurückversetzt fühlt. Darüber kann auch das ruhige Intro nicht hinwegtäuschen. Mag die Hörerschaft es als Kontrast zu den unaufhaltsamen Auswüchsen des Black Metals in andere Sphären der Neuzeit sehen oder einfach als wiederkehrende Quelle des satanischen und kompromisslos schmutzigen Metals; „Infernum et Necromantium“ wird nicht nur den Nostalgikern gefallen.

Wer Non Serviam Black Metal verlangt, bekommt ihn mit „Infernum et Necromantium“ auch serviert.

Hörbeispiele zu Illum Adora gibt es unter folgendem Link:
https://illumadora.bandcamp.com/

geschrieben am 23.04.2020 von erich.folkmetal@gmx.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Illum Adora
Folter Records

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