CD-Review: Strydegor – Isolacracy

[Melodic Death Metal] – MDD Records (2020)
Deutschland
Eine runde Sache!

Strydegor stammen aus Mecklenburg-Vorpommern und gründeten sich anno 2007. In den Anfangstagen mit dem Debütalbum „Back on ancient Traces“ (2009) und dem Nachfolger „In the Shadow of Remembrance“ (2012) noch eher im Viking Metal zuhause, wandelten sich die Nordlichter im Anschluss in Richtung Melodic Death Metal. Vielleicht auch deshalb flog der 2014er Output „Enraged“ etwas unter unserem Radar.

Wie dem auch sei, anno 2020 veröffentlichen Strydegor nach einigen Besetzungswechseln ihren vierten Release und liefern elf Tracks gebündelter, purer Energie. Dabei hat man sich hörbar unbeschwert über sämtliche Genregrenzen hinwegbewegt; Melo-Death im alten schwedischen Stil ist ebenso zu hören wie knallende Black Metal-Blasts und Gesangseinlagen à la Dream Theater. Die Melodie- und Harmonieführung wird problemlos beherrscht und auch Wechsel zwischen verschiedenen Tonarten sind mühelos umgesetzt.

Besonders bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die Arrangements: Nichts ist zu lange gesetzt, groovig-geradeaus können Strydegor ebenso gut wie technisch kompliziert. Einzig die Sologitarren hätten diesem durch und durch abgerundeten Gefüge mit einem weniger grellen Mix noch mehr geschmeichelt.

„Isolacracy“ verdient in sämtlichen Aspekten Anerkennung. Gerade für die Hörerschaft von Insomnium, Omnium Gatherum oder den alten In Flames eine absolute Hörempfehlung!

Das Werk erschien am 13. November 2020 als Digipack und digital.

Hörbeispiele zu Strydegor gibt es unter folgendem Link:
https://strydegor.bandcamp.com/album/isolacracy

geschrieben am 23.11.2020 von Melusîne

Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Strydegor
MDD Records

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.