CD-Review: Suidakra – Wolfbite


[Celtic Black / Death Metal] – MDD Records (2021)
Deutschland
Zwiespältiges Werk!

Nachdem Suidakra 2019 die Compilation „Echoes of Yore“ veröffentlichten und im letzten Jahr ihr Debüt „Lupine Essence“ neu aufgelegt haben, steht mit „Wolfbite“ nun Studioalbum Nr. 14 (!) in den Startlöchern.

Nebst der Stammbesetzung bestehend aus Mastermind Arkadius (für alle, die es noch nicht wissen – lest den Namen mal rückwärts), Sebastian Jensen (Clean Vocals, Gitarren), Tim Siebrecht (Bass) und Ken Jentzen (Drums) sind auf „Wolfbite“ wiederum zahlreiche Gäste vertreten: Tina Stabel (Vocals) und Axel Römer (Dudelsack) zählen ja quasi als inoffizielle Bandmembers. Daneben sind Ex-Mitglied Marcel Schönen an den Clean Vocals, Catalina Popa-Moerck (Flöte) und Shir-Ran Ymon (Violine) sowie Sascha Asbach als Erzähler zu hören. Artwork, Lyrics, Story Concept & Layouts stammen einmal mehr von Kris Verwimp. Gemixt und gemastert wurde das Album in den Pitchblack Studios von Aljoscha Sieg.

Nach durchaus gelungenem Einstieg mit ꞌA Life in Chainsꞌ kann ich mich mit den darauffolgenden Tracks nur bedingt anfreunden: sie weisen für meinen Geschmack eindeutig zu viele Prügelattacken auf (das Snare nervt phasenweise regelrecht) und wirken kompositorisch etwas unausgewogen. So wurde beispielsweise Tina Stabels Gesang (üblicherweise ein Albumhighlight) bei ꞌDarcanian Slaveꞌ nicht wirklich optimal in Szene gesetzt. Im folkigen Ausklang von ꞌFaoladhꞌ erklingen endlich mal akustische Gitarren, eine Flöte, Clean-Gesang und der Dudelsack. Man stellt sich unweigerlich die Frage, wieso nicht mehr davon?

Klar, hierbei handelt es sich um Gemecker auf hohem Niveau. Suidakra können aber definitiv bessere Songs schreiben und liefern den Beweis hierfür auch gleich selber ab: Den mit Abstand stärksten Track des Albums bildet nämlich ꞌResurgenceꞌ. Hier kommen sämtliche Suidakra-typischen Trademarks ideal zur Geltung: gelungener Songaufbau, eine gewisse Eingängigkeit, nicht zu überbordende Knüppelpassagen, Clean- und Harshgesang, Dudelsack und Violine für den keltisch/folkigen Touch. Auch das darauffolgende ꞌRedemptionꞌ gehört zu den besseren Tracks des Werks. Ebenfalls weiss der folkig gehaltene Rausschmeisser ꞌA Shrine for the Agesꞌ zu gefallen.

So fällt das Fazit zu „Wolfbite“ letztlich zwiespältig aus: Der Auftakt ist für Suidakra Verhältnisse eher bescheiden. Das letzte Drittel des Werks begeistert, vermag jedoch das Ruder nicht (mehr) vollständig herumzureissen.

„Wolfbite“ erscheint am 25.06.2021 als CD und auf Vinyl.

Hörbeispiele zu Suidakra gibt es unter folgendem Link:
https://suidakra.bandcamp.com/releases

geschrieben am 21.06.2021 von wallace.folkmetal@gmx.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Suidakra
MDD Records

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