CD-Review: Kromlek – Finis Terræ

kromlek_finis

[Epic Metal] – Trollzorn (2011)
Deutschland
Richtungswechsel!

Lange war es still um das Bollwerk Kromlek. Seit dem Vorgängeralbum „Strange Rumours… distant Tremors“ sind vier Jahre ins Land gezogen und es hat sich so einiges getan in der Zwischenzeit: Sänger Mr. Alphavarg verliess die Truppe 2008, kehrte jedoch ein knappes Jahr später wieder zur Band zurück. Des Weiteren wurde der Posten des Drummers neu besetzt, die Geige hingegen komplett aus dem Programm gestrichen.

Etwa zum Zeitpunkt des Wiedereinstiegs von Mr. Alphavarg gaben Kromlek die Parole heraus, sie seien „Still pagan – but different!“ Was da wohl auf uns zukommen mag, war man da versucht zu überlegen. Nun, mittlerweilen bezeichnen die Franken ihren Stil als „Urban Pagan Metal“. Sorry Jungs, mit dem Begriff „Pagan“ verbinde ich zwar so einiges – aber ganz bestimmt keine Grossstadt!

Kromlek klingen anno 2011 komplett anders als bislang. Da sind einerseits diese neu integrierten industrial-technoiden Synthieklänge, welche so gar nicht zum Dargebotenen passen wollen, dem Begriff „Urban“ aber eine vollkommen neue Bedeutung verleihen. Andererseits ertönen Tracks wie ‚The Cocoon‘ oder ‚Ad Rvbiconem‘ derart episch und eingängig, als würde man einer (guten) Equilibrium-Kopie horchen. Ob dies wohl damit zusammenhängt, dass ein gewisser René Berthiaume, seines Zeichens Mastermind besagter Band, an den Reglern tätig war? Eigentlich schade für eine Band, welche derart geniale Tracks wie ‚Grim Omens‘ geschrieben hat…

Einzig bei ‚Moritvrvs immortalis‘ blitzen die „alten“ Kromlek noch einmal durch. Dieser Track hält ausserdem eine Premiere bereit: Mark und Joris von Heidevolk bereichern den epischen Chorgesang mit ihren Stimmen – und singen dabei erstmals auf Deutsch!

Fazit: Kromlek haben sich weiterentwickelt. Leider nach meinem Geschmack teilweise in die falsche Richtung. Pluspunkte gibt’s für den fetten Sound und die einwandfreie Produktion. Des Weiteren hat die Instrumentalfraktion (namentlich bei der Gitarrenarbeit) merklich an Können zugelegt, während Sänger Mr. Alphavarg gewohnt abwechslungsreich (Keifgesang, Growls, Shouten) agiert und sein hohes Niveau problemlos halten kann. So bleibt letztlich ein zwiespältiger Eindruck an Finis Terræ haften. Wer Equilibrium mag und vor ungewohntem Synthieeinsatz nicht zurückschreckt, der sollte hier durchaus mal ein Ohr riskieren.

Hörbeispiele zu Kromlek finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/kromlek
geschrieben am 1.3.2011 von wallace@folkmetal.at

Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15

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